1997.04.16 - Tell me more - Malfoys als Wechsel-dich-Bäumchen

    • 1997.04.16 - Tell me more - Malfoys als Wechsel-dich-Bäumchen

      Titel: Tell me more
      Datum: 16.04.1997

      Gehört das Play zum Halloween-Plot?: Nein
      Wochentag des Plays: Mittwoch
      Ort: Irgendwo in der Nähe von London in einem kleinen Vorort
      Uhrzeit: 08:00 Uhr
      Charaktere: Albus Dumbledore, Lucius Malfoy, Narcissa Malfoy
      Einstieg für andere Player möglich?: Ja
      Handlung: Hauptplay ~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~ Was kommt bei einem kleinen Stelldichein zwischen den Malfoys ohne den Sohnemann und Albus Dumbledore heraus? Man weiß es nicht, aber Überraschungen sind garantiert.

      Welches Play ging diesem voraus?:
      Welche Plays bauen auf dieses Play hier auf?:
    • Ich hätte nie gedacht, dass dieser Tag kommen würde. Der Tag, an dem ich mich aus der Not heraus an Albus Dumbledore wenden würde. So weit war es also mit uns gekommen...

      Zuerst hatte ich mich dagegen gesträubt, Narcissa mitzunehmen. Es war eine Sache, die ich allein tun musste. Wie sieht das denn aus, hatte ich sie gefragt, wenn ich jetzt, da es schwierig wird, meine Frau zur Unterstützung mitnehme? Außerdem war das keine ungefährliche Angelegenheit. Doch so leicht hatte sich Narcissa nicht davon abbringen lassen, und schlussendlich hatte ich nachgegeben. Es geht um unsere Familie, hatte sie argumentiert, und deshalb müsse sie dabei sein.

      Und so kam es, dass wir an jenem frühen Morgen zu dem Treffpunkt apparierten, den Dumbledore in seinem Antwortschreiben vorgeschlagen hatte. Es war ein mir völlig unbekannter Ort, und während wir die letzten Meter die Straße entlangwanderten, huschten meine Augen aufmerksam über die Umgebung. Ich war mir sicher, dass Dumbledore den Treffpunkt magisch abgesichert hatte. Einen Hinterhalt konnte ich nicht ausschließen. So etwas sähe dem Phönixorden ähnlich.

      Doch ich hatte keine Wahl. So ungern ich dies hier auch tat, so zuwider mir Dumbledore in seiner selbstgerechten Art auch war, es war notwendig. Für meine Familie. Nach all den Monaten und Jahren, in denen ich selbst alles nur Erdenkliche versucht hatte, meine Familie zu beschützen, sah ich keinen anderen Ausweg mehr. Dumbledore war unsere letzte Chance. Die letzte Chance, Narcissa und meine Kinder zu retten. Uns von IHM zu befreien.
      Um meine Familie doch noch retten zu können, würde ich sogar denTeufel um Hilfe bitten. Ein Vergleich, der gar nicht einmal so falsch war. In meinen Augen war Dumbledore der Teufel, nicht minder als der Dunkle Lord selbst. Ich wusste, dass ich von Dumbledore keine Gnade zu erwarten hatte. Dumbledore hatte einem Todesser noch nie Gnade gewährt. Doch im Gegensatz zum Dunklen Lord gewährte er sie vielleicht den Unschuldigen... vielleicht.

      Schweigend ging ich mit Narcissa das letzte Stück des Weges entlang. Alles was es zu sagen gab, hatten wir uns vor dem Aufbruch gesagt. Uns verabschiedet, für den Fall der Fälle. Ich hatte Narcissa eingeschärft, mir das Reden zu überlassen, und ein letztes Mal ihre Hand gedrückt, denn sie hatte Angst. Genauso wie insgeheim ich. Doch davon war jetzt, während wir den Weg entlang schritten, nichts mehr zu bemerken. Unsere Haltung war würdevoll, unsere Mienen waren eiserner Stolz, wie eh und je. Wir hatten beide gelernt, diese Mienen zur Schau zu tragen, selbst wenn wir unseren eigenen Untergang beschritten. Gerade dann.

      Die Sonne ging gerade hinter den Bergen auf, die kühle Morgenluft ließ unsere Umhänge rascheln, als wir Malfoys im Morgengrauen dem Anführer der Widerstandsbewegung gegenüberstanden. Dumbledore dürfte klar sein, dass es mir heute um mehr ging als um meine Wiederaufnahme in den Schulrat, derentwegen ich ihn in den vergangenen Jahren kontaktiert hatte.
      "Professor Dumbledore." Mein Gruß war förmlich, meine Miene ernst und verschlossen. Kein Händeschütteln. Und auch nicht mein übliches Geplänkel, keine spöttischen Kommentare. Wir standen uns als Feinde gegenüber.
      Ich hatte mir meine einleitenden Worte sorgfältig zurechtgelegt. "Wir hatten in der Vergangenheit so unsere Differenzen, was den Kurs Ihrer Schule angeht, doch Sie haben den Ruf, ein gerechter Mann zu sein. Wenn das zutrifft, so kann ich hoffentlich darauf vertrauen, dass Sie auch über Ihre Feinde gerecht urteilen und unterscheiden zwischen den wahren Tätern und jenen, die unschuldig sind und unverschuldet in eine Situation gekommen sind, aus der sie nicht mehr allein herauskommen - so wie meine Frau und mein Sohn."
      Bevor ich zum Kern der Sache kommen und möglicherweise ein Geständnis ablegen würde, musste ich zuerst sicherstellen, dass Dumbledore meine Familie nicht als Verbrecher betrachtete, nur weil ich ein Verbrecher war.
    • Der Tag an dem sich das Leben für unsere Familie, vor allem für Lucius ändert sollte, kam nach unserem letzten großen Gespräch schneller als erwartet. Ich habe Lucius zwar du geraten Hilfe zu suchen, aber das er sich ausgerechnet an Dumbledore wendet, da mit habe ich nicht gerechnet.

      Es war wirklich nicht einfach Lucius davon zu überzeugen, das er nicht alleine zu dem Gespräch aufbrach. Und es kränkte mich sehr dass er sich für zu schwach hielt, wenn er mich als seine Unterstützung dabei hätte. Dabei hatte er mir versprochen , was das anging keine allein Gänge zu unternehmen. Und ich hatte ihm versprochen immer an seiner Seite zu stehen, für den dunklen Lord war ich schließlich auch gut genug. Er wusste genau das er mich nicht davon abbringen konnte ihn zu begleiten und stimmte deswegen dennoch zu und ich war einigermaßen ehrleichtert.

      Es war seltsam so schweigend neben Lucius , den Weg zu gehen. Er hatte mir eingeschärft, das reden ihm zu überlassen. Aber Lucius sollte mich inzwischen gut genug kennen, das mir das sehr schwer fallen wird. Schließlich geht es hierbei auch um meine Familie. Den Mann, den ich über alles liebe, meine Kinder von denen ich eines noch unter meinem Herzen trug. Durch die Hormone viel es mir schon schwer genug meine eiserne Maske aufrecht zu halten. Natürlich hatte ich Angst vor dem was uns erwartet und ich wusste dass es Lucius genauso ging. Allerdings hatte er weniger Probleme damit das zu verbergen und auch ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen, so wie wir es gewohnt waren.

      Ich atmete die kühle Morgenluft tief ein und betrachtete , die Sonne die grade hinter den Bergen aufging. Es war ein wunderschöner Anblick , im Gegensatz zu dem alten Mann der auf einmal vor und stand. Nach dem mein Mann den Professor begrüßte, nickte auch ich ihm kurz zur Begrüßung zu und überließ Lucius weiter hin dass Wort. Ich lauschte Lucius Worten, ich wusste dass er sie sich genau zu recht gelegt hatte, er würde niemals unvorbereitet zu so einem wichtigen treffen gehen. Ich denke Dumbledore weiß dass ich nie wirklich zum dunklen Lord gestanden habe, sondern nur dabei war um Lucius zu unterstützen. Und ich hoffte dass er nicht wusste, was der dunkle Lord , Draco für einen Auftrag erteilt hatte. Angespannt wartete ich darauf wie diese Konversation weiter ging, nach dem Lucius den Anfang gewagt hatte.
    • Es geschahen noch Zeichen und Wunder sagte man und dies war wohl ein besonders großes, denn niemand geringeres als Lucius Malfoy, eben jener Malfoy, der vor kurzem noch in Askaban gesessen hatte und zudem Dracos Vater war, konsultierte mich vor einigen Tagen und bat um ein Treffen. Und es war nicht einmal das ewige Geschwafel um den Schultrat gewesen, welches der Grund für die Kontaktaufnahme war. Überraschenderweise, wie ich doch zugeben musste. Und doch war klar, was die Familie umtreiben musste - die Sorge um den einzigen Sohn Draco. Ich hatte das kleine, beschauliche und überaus entzückende Richmond upon Thames* vorgeschlagen. Der Ort war ein kleiner Vorort von London und entzückte immer wieder Touristen. Natürlich hatte ich ein kleines, abgeschiedenes Fleckchen ausgesucht. In dem Garten mit seinem ausladenden Dschungel gab es genügend Möglichkeiten und auch kleine Cafés mit allerlei Leckereien, wie sie britischer nicht sein könnten, gab es in der Nähe. Ausnahmsweise hatte ich mich in Muggelkleidung gewagt, denn nicht auffallen war wohl ein wichtiges Gebot. Natürlich könnte ich mich auch magischer Mittel und Wege bedienen und tat dies sogar, doch nichts ging über die Vorsicht, war sie doch bekanntermaßen die Mutter der Porzellankiste. Und Lucius Malfoy und seine Frau Narcissa waren ganz gewiss so etwas wie erlesenes, chinesisches Porzellan, das seinen Weg im Mittelalter schon in das schöne Großbritannien gefunden hatte. Grauenvoll wäre nicht einmal eine annähernde Beschreibung dessen, was passieren würde, wenn andere Todesser von diesem kleinem Stell-dich-ein erführen. In der magischen Welt jedoch war dieser herrliche Flecken Erde unbekannt. Schon seit jahrhunderten lebte hier keine magische Familie und war daher geradezu bilderbuchideal.

      Sicherlich gab ich einen ganz und gar ungewohnten Anblick ab, würde mich die Familie Malfoy in dem erlesenen Wrack aus edler, schwarzer Damastseide erblicken. Und mit meinem weißen, langen Bart und Haupthaar bot ich einen gar königlichen Anblick, eines weisen, alten Königs, der doch kein gebrechlicher Greis war. Dank einem neuen Trank der herzensguten Poppy hatte ich keinerlei Probleme mit den Gelenken und konnte beinah hüpfen wie ein junger Grashüpfer. Aber um die Haltung zu bewahren tat ich es nicht. Stattdessen strahlte ich etwas ganz und gar würdevolles aus. Ich sah die beiden nun schon kommen, tat aber so, als würde ich sie nicht bemerken. Eine kleine Gnade? Vielleicht. Oder einfach nur eine Demonstration meinerseits. So genau wusste ich das nicht. "Lucius," wandte ich mich dann um und musterte ihn über meine Halbmondbrille aus unergründlichen, blauen Augen hinweg. Die Tatsache, dass ich den Vornamen verwendete lag nicht nur daran, dass er einst ein Schüler gewesen war, als ich schon Schulleiter von Hogwarts war, sondern transportierte noch eine weitere, wichtige Botschaft: Das hier war vertraulich und ich war nicht auf Kampf aus. Aber natürlich wüsste ich mich meiner Haut zu erwehren, sollte es nötig sein. Das Ehepaar Malfoy strahlte die übliche Aristokratie aus, mit der sie scheinbar geboren worden waren. Leicht überheblich und Lucius schien nicht ganz zu wissen, ob er zumindest verbal und ohne Zauberstab angreifen oder doch nur sein Anliegen vorbringen sollte. Die Körperhaltung sprach Bände. Doch dann setzte er zu einem halbwegs neutralen Tonfall an. "Differenzen entstehen eben nun einmal, wenn viele Individuen zusammenkommen. Und Dinge zu erörtern ist ebenfalls eine wichtige Tugend, die gelernt sein will" sagte ich ruhig und völlig neutral. Er erwähnte aber auch, dass ich als gerechter Mann galt. Bis weilen war ich auch gnadenlos und unerbittlich hart, aber niemals ungerechtfertigt grausam. Ungerechtfertigt in eine Situation gekommen? Nun, manchmal konnte man das eigene Handeln steuern und vieles voraussehen, doch nicht immer galt dies zu 100 Prozent. "Hogwarts und auch ich, haben immer eine helfende Hand jenen gereicht, die bereit sind, danach zu fragen und sich zu ändern" antwortete ich mit einem milden Lächeln. "Gehen wir ein Stück?" lud ich mit einem Wink hin zu einem kleinen Bächlein ein. Meine Vermutung, dass Draco ebenfalls ein Thema sein sollte, bestätigte sich. Narcissa hielt sich bedeckt, auch wenn sie den Eindruck machte, aufgewühlt zu sein und am liebsten etwas sagen zu wollen.





      *Den Ort gibt es tatsächlich ;)
    • Ich hatte die Kunst perfektioniert, anhand von Auftreten und Erscheinungsbild bestimmte Eindrücke und Stimmungen bei meinem Gegenüber zu erzeugen, und die Botschaft, die Dumbledores Erscheinungsbild aussagte, war eindeutig 'Machtdemonstration'. Er war der König in diesem Spiel, und er wusste das. Eine Macht, die ganz ohne Einschüchterung auskam, die Art stille Erhabenheit, die man nicht simulieren kann, die die Stärke, Weitsicht und Verlässlichkeit eines Anführers ausstrahlt. Ich selbst hatte bezeichnenderweise auf jeden Protz verzichtet - ein kleiner Hinweis auf meine demütigen Absichten neben Stärke und Stolz, die in meinem Erscheinungsbild lagen.

      Offenbar war Dumbledore tatsächlich ohne Verstärkung seiner Leute zu unserem Treffen gekommen. Ein Anzeichen dafür, dass er mich nicht als potentielle Gefahr einstufte; er musste sich seiner Duellfähigkeiten sehr sicher sein. Ich hielt seinem durchdringenden Blick mühelos stand. Die Anrede mit meinem Vornamen, die mich sonst insgeheim immer ein wenig ärgerte, transportierte sie doch für mich, von Dumbledore nicht wirklich ernst genommen und immer noch als der unmündige Schüler von einst angesehen zu werden, hatte heute eine ganz andere Wirkung auf mich. Und auch seine Worte, die von Diskussion und Gesprächsbereitschaft bei Differenzen kündeten, symbolisierten keinerlei Feindseligkeit. Nichtsdestotrotz blieb ich weiterhin auf der Hut. Dumbledore war ein hervorragender Redner, konnte mich mit seinen Worten in falscher Sicherheit wiegen. Was auch seine folgenden Worte bezeugten. Ich erkannte, wie geschickt gewählt sie waren, dass sie mir keinerlei Zusicherung gaben, mir nur ein vages Potential in Aussicht stellten und gleichzeitig nichts preis gaben über Dumbledores Meinung über die Schuld oder Unschuld meiner Familie. Sein Lächeln war freundlich, seine Worte hoffnungserweckend, doch nichtssagend bezüglich meiner konkreten Situation - eine äußerst gefährliche Mischung. Gerade weil ich ihnen glauben wollte. Das hier war wie ein Schachspiel, Dumbledore war ein verdammter Taktiker, und es lag an mir, zu beweisen, dass ich das Spiel inzwischen auf demselben hohen Niveau spielen konnte wie er. Ein Spiel, das ich zwar schon verloren hatte, doch im Moment ging es mir nur darum, noch die bestmögliche Niederlage herauszuholen. Mich konnte ich nicht mehr retten, doch meine Familie schon - und dafür musste ich mein Blatt bestmöglich ausspielen.

      Bereitwillig nickend setzte ich mich in Bewegung. Wir befanden uns in der Muggelwelt, ein taktisch gut ausgewählter Treffpunkt, das musste ich einräumen, auch wenn die Idylle dieses Orts mich irritierte. Eine hübsch angelegte urwaldähnliche Parklandschaft mit prächtigen Gewächsen und nun kam sogar ein kleiner Bach in Sicht. Doch wenn Dumbledore darauf spekulierte, dass diese Idylle meine Aufmerksamkeit zerstreuen würde, täuschte er sich. Ich war kein Anfänger. Ich ließ mich nicht ablenken, auch nicht von diesem beruhigenden Plätschern des Bachs und nicht einmal, obwohl das wahrscheinlich meine letzten Minuten in Freiheit waren.

      Mir blieb nichts anderes übrig, ich musste mein Blatt offen legen. Auch wenn ich nicht so töricht war, Dumbledore zu vertrauen. "Sie waren einer der Wenigen, die mir nie vertraut haben. Und Sie hatten Recht, ich bin ein Todesser." Für einen kurzen Moment schlossen sich meine Augen. Jetzt war es raus. Jetzt hatte Dumbledore genug in der Hand, um mich nie wieder gehen zu lassen. Aber dass ich ihm die Selbstsicherheit in die Hand gegeben hatte, die Kontrolle über die Situation zu haben, konnte auch ihn zu mehr Offenheit verleiten.
      "Und es gibt nur eines, das ich zu meiner Verteidigung zu sagen habe: Ich habe nur das getan, was ich als Ehemann und Vater tun musste, um meine Familie zu schützen. Ich habe einen Fehler gemacht, den ich nicht erst seit gestern bereue, doch ich hatte meine Gründe dafür."

      Das fiel mir jetzt nicht leicht. Doch Narcissas Anwesenheit half. "Ich biete Ihnen einen Handel an. Sie bekommen mich. Ich werde mich Ihnen hier und jetzt kampflos ausliefern und Ihnen ein Dossier übergeben, in dem ich in den letzten Monaten alles über den Dunklen Lord zusammengetragen habe, was ich weiß. Im Gegenzug verlange ich Immunität und Schutz vor dem Dunklen Lord für meine Familie. Und diese Immunität bezieht sich auf jedes bereits geleistete als auch auf jedes zukünftig noch erfolgende Verbrechen. Denn ich kann Ihnen bei allem, was mir heilig ist, schwören, dass jedes vergangene und möglicherweise noch folgende Verbrechen seitens meiner Familie nur aus Zwang geschieht, um das eigene Leben zu retten." Ich musste Draco beide Optionen offenhalten. Wenn Dumbledore ihn nicht schützen konnte, musste er den Auftrag des Dunklen Lords dennoch ausführen können, ohne vom Gesetz dafür belangt zu werden. Deshalb erstreckte sich meine Bedingung auch auf zukünftige Verbrechen. Draco und sein Auftrag war das Einzige, das ich Dumbledore niemals verraten würde - denn es war eine Option für Draco zu überleben.
      "Deshalb frage ich Sie eines: Können Sie meine Familie vor dem Dunklen Lord beschützen oder nicht? Können Sie Draco aus seinen Fängen retten?"
    • Ich konnte immer noch nicht glauben dass sich Lucius ausgerechnet Hilfe von Albus Dumbledore holte , aber als wir vor ihm standen wurde mir bewusst dass er es wirklich getan hat. Ich hoffe nur für uns das es kein Fehler war. Severus vertraute ich, er hatte uns auch nicht verraten nach dem er den Unbrechbaren Schwur geleistet hatte. Ob Albus davon wusste? Ob er wusste, welche Aufgabe Draco, vom dunklen Lord zu geteilt wurde? Tausend Dinge schwebten durch meinen Kopf.

      Ich hielt mich im Hintergrund als Lucius und Albus voreinander standen und beobachtete die zwei mit argwöhnischen Augen. Hoffentlich ging das alles gut. Es wäre nicht auszumalen was sie mit Lucius anstellen würden, wenn einer der Todesser von diesem Treffen hier erfahren würden, sie würden Lucius zu Tode foltern und mich und Draco gleich mit dazu. Es war eine schöne Parklandschaft die Albus sich für unser Treffen in Betracht gezogen hat und ich folgte den zwei Männern zum Bach. Dieses Plätschernde Wasser beruihgte mich nur leider keines Wegs, sondern ließ mich, durch die Hormone nur nervöser werden.

      Ich konnte mir ein kleines Schmuzeln nicht verkneifen, nach dem Albus , Lucius mit seinem Vornamen begrüßt hatte, es gibt einfach Dinge, die ändern sich einfach nie, egal was geschehen oder vielleicht noch geschehen wird."Hogwarts und auch ich, haben immer eine helfende Hand jenen gereicht, die bereit sind, danach zu fragen und sich zu ändern" hörte ich Albus sagen und ich seuftze leise, das war doch schon mal ein guter Anfang für das was noch kommen mag. Doch bei Lucius nächsten Worten, zog ich zischend die Luft ein. Nicht weil Lucius sich jetzt mehr oder weniger gestellt hatte, sondern weil er wirklich zu glauben schien das Albus nicht wusste dass er einer von ihnen war, was ich mir nun nicht vorstellen konnte. Sicherlich wusste er das, er wird auch wissen dass Draco ein Todesser ist. Bei Merlin, er arbeitet mit Severus zusammen. Ich blieb erstmal still und sagte weiter nichts, was mir immer schwerer viel.

      Ich sah weiter zwischen Lucius und Albus hin und her, Lucius schloss für einen Moment seine Augen und ich konnte mir gut vorstellen was gerade durch seinen Kopf ging. Am liebsten hätte ich seine Hand in meine genommen, aber ich wusste dass, das gerade der falsche Ort dafür war und so wartete ich ab was er weiter sagen würde und er schien sich Albus gegenüber mehr öffnen zu wollen. Jetzt versuchte er sich zu verteidigen, ja er wollte uns schützen , wer weiß was alles passiert wäre wenn er das nicht getan hätte. Daran wollte ich jetzt aber auch nicht denken.

      Ich wusste wie schwer es Lucius viel, so offen über das alles vor Albus zu reden , es freute mich dass ich ihn dabei Unterstützen konnte, auch wenn ich mich noch nicht wirklich dazu geäußert habe, was sich aber gleich ändern sollte. Der Handel den er Albus anbot, war gut. Ich hoffte nur er hatte mehr Informationen über den dunklen Lord, wie Severus. Aber vielleicht hätte Albus ja auch eine andere Aufgabe für ihn und er könnte mit Servus zusammen arbeiten."Deshalb frage ich Sie eines: Können Sie meine Familie vor dem Dunklen Lord beschützen oder nicht? Können Sie Draco aus seinen Fängen retten?"hörte ich Lucius dann sagen und schnaubte leise."Es geht hier nicht nur um mich und Draco."sagte ich leise."Es geht auch um unsere Tochter, die ich unter meinem Herzen trage."fügte ich hinzu und legte meine Hand vorsichtig auf meinen Bauch."Ich ...ich...ich möchte nicht dass sie mit der selben Angst Leben muss wie wir es tun."stotterte ich leise und schluckte schwer.
    • Meinen stahlblauen Augen war nicht entgangen in welch schlichter, aber auch eleganter Kleidung Lucius Malfoy und seine geliebte Narcissa erschienen waren. Elegant, aber zurückhaltend. Und ich wusste das sehr wohl als das zu deuten, was es war - sie waren nicht hier um zu protzen, sondern um etwas zu bitten. Fast so ängstlich wie zwei verschreckte Rehe blickten sie mich an, nicht wissend, ob sie mir wirklich glauben sollten und doch hofften sie es so sehr. Beide erzählten dies mit ihren Blicken auf ihre jeweils ganz eigene Art und Weise. Ganz und gar, als ob sie noch nicht so recht glauben wollten, dass es heute Abend keinen Rehbraten auf dem Teller geben würde. Doch da war auch etwas in Lucius, das sich nicht geschlagen geben wollte: Es war der pure Überlebenswille mit dem auch ein hungriger Wolf um eine schmackhafte, nahrhafte Beute kämpfte. Doch Beute war vielleicht nicht das richtige Wort, denn es ging hier zumindest nicht um mein eigenes Leben. Aber sehr wohl um das von Lucius, Narcissa und des gemeinsamen Sohnes Draco. Lucius war bereit, alles dafür zu tun, eben jenes zu sichern. Er selbst besaß für seine eigene Person wohl weniger großartige Aussichten, doch für Frau und Sohn könnte das Blatt noch immer etwas besser aussehen, schien er anzunehmen. Ich selbst hielt mich zunächst bedeckt und dachte nach. Natürlich wusste ich von dem Mordkomplott, wusste auch, das Severus Draco unterstützte - aber eben um die Seele des jungen Mannes zu bewahren vor großem Schrecken. Severus, der schon so viel getan und gesehen hatte, konnte Draco vor genau diesen Dingen in Hogwarts beschützen. Doch wie junge Männer im Teenageralter nun einmal so sind, wollen sie auch nicht immer bemuttert werden. Eine verzwickte, vertrackte Lage. Wie viel ich wusste, wollte ich aber zunächst noch nicht preisgeben. Nun garantiert zu aller Verwunderung griff ich in meine Tasche und zog eine kleine, weiße Papiertüte hervor, "Zitronenbrausebonbon?" und hielt die Tüte so, dass man bequem etwas herausnehmen konnte. Ich selbst fischte eines heraus und ließ es im Mund verschwinden.


      Lucius ging derweil in die Vollen, gab zu Todesser zu sein, hier und ganz offen vor mir, lieferte sich aus, und das mit voller Absicht, so viel war mir klar. Er war also willens für seine Fehler gerade zu stehen, ein Zug, den ich von ihm vor einigen Jahren ganz gewiss nicht erwartet hätte, denn damals war er viel zu sehr auf das Äußere bedacht - wie ein Pfau. In dieser Beziehung konnte er sich gut und gerne mit Gilderoy Lockhart messen, doch bewies er doch mehr magisches Können, als dieser weizenblonde... Schönling. Ich lächelte, "Lucius, wenn ich dir eines sagen kann, dann das Folgende: Ein jeder von uns macht Fehler, die er früher oder später bitter bereut, und am liebsten rückgängig machen würde. Es ist wohl nur allzu gar menschlich. Wir alle machen Fehler. Ganz egal, wie diese Person heißt. Sogar ich. Und sogar Tom. Und dessen größter Fehler ist der Zwang." Damit griff ich genau den Punkt auf, den er als letztes geliefert hatte - alles sei unter Zwang geschehen. Das hatte er schon einmal behauptet, war aber nach dem Wiederaufstieg von Voldemort zu diesem zurückgekehrt. "Mir ist auch klar, dass jeder Todesser, ob ehemalig oder weiterhin treu ergeben, nach dem Wiederaufstieg früher oder später Position beziehen musste. Was dabei herauskommt, wenn man zu lange schweigt, sieht man jaan unserem guten alten Freund Igor Karkaroff. Allerdings, also dumm kann er nicht gewesen sein, denn es gelang ihm doch immerhin ein ganzes Jahr sich zu verstecken. Du weißt nicht zufälligerweise mehr darüber? Ein paar seiner ehemaligen Schüler würden das bestimmt gerne wissen, könnte ich mir vorstellen. Du weißt nicht zufälligerweise mehr darüber? Insofern kann man durchaus von einer Zwangslage reden." Ganz nebenbei erfuhr ich so ein wenig mehr über die Strukturen der Todesser in Osteuropa, dort zählte Reinblütigkeit in einigen Kreisen noch mehr als hier und Lucius wäre in dieser Frage da dann doch geradezu als FORTSCHRITTLICH und MODERN anzusehen. "Ihr habt beide alles in der Hand, mir zu zeigen, dass dies hier kein Fehler ist, denn ich möchte es doch gerne als wahr bezeichnen können und zwar all das, was hier passiert." Dies zeigte zum einen einen Willen zum Frieden aber auch, dass mich zu verarschen besonders gefährlich sein würde.


      Interessant war jedoch die Formulierung von zukünftigen Verbrechen, ich hob eine Augenbraue, "nun, zukünftig? Das kann ich nicht ganz versprechen, aber eine genauere, eingehende Untersuchung aller Umstände schon, was so viel heißt, dass mildernde Umstände möglich sind." gab ich wage zur Antwort. "Die Frage der Willensbildung ist schließlich kompliziert. Übrigens, wir haben hier in der Muggelwelt ganz in der Nähe eine herrliche, kleine, feine Bibliothek über das Rechtswesen der Muggel. Darin enthalten sind sogar Schriftstücke aus dem 13. Jahrhundert. Es ist doch erstaunlich, wie ähnlich sich die Rechtssprechung in unserer Welt und der der Muggel ist. Und in manchen Fragen sind die Muggel sogar fortschrittlicher als wir". Wirklich lesenswert, was ich damit nun wieder sagen wollte war einfach: dem Suchenden würde sich immer eine Möglichkeit auftun und Rechtssprechung war vielfältig, musste sich bewegen und in einem Fluss bleiben, um gerecht zu sein. Doch dann erhob überraschenderweise Narcissa das Wort und mit dem Inhalt ihrer Worte wurde mir klar, warum sie die bisher devote Haltung aufgab. Ein kleines Kind trug sie unter dem Herzen und das zu schützen, war jeder Preis wert. "Nun, erst einmal euch beiden einen ehrlichen Herzlichen Glückwunsch", begann ich, "und umso wichtiger ist wohl der Schutz. Ja, ich kann euch beschützen. Doch es darf keinesfalls so geschehen, dass Tom verdacht schöpft. Ich kann ja schlecht Malfoy Manor plötzlich mit Ordensmitgliedern bevölkern lassen. Zumal die Weasleys mit ihren feuerroten Haaren nun doch nicht gerade das fabelhafteste Beispiel für Unauffälligkeit sind." Mit Bill Weasley hatte die Familie einen fähigen Fluchbrecher zu bieten. Einen der besten von ganz Gringotts, soweit ich wusste. Und das wollte schon etwas heißen. Und in einem waren sich die beiden weiblichen Oberhäupter der Familien - Narcissa und Molly - wohl ähnlich: Sie würden ihre Kinder wie Löwen beschützen. Auch wenn Narcissa dem Haus der Schlangen entstammte, so schien sie doch ebenso bereit, alles zum Schutz ihrer Kinder zu tun. Und mit Tom meinte ich niemand anderes als Lord Voldemort. Ob Lucius das wusste? "Und einen Notfallplan braucht es auch noch."