[G] 1995.08.05 - Herzlich Willkommen in Hogwarts

Herzlich Willkommen

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Offene Spielzeit 1997

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  • Fröhlich hüpfte die Ravenclaw den kleinen Trampelpfad zum Schloss hinauf. Still und leer lagen die Ländereien und die Schule vor ihr und kein einziger Schüler war zu sehen. Was in den Ferien auch kein Wunder war. Das letzte Schuljahr hatte nicht sehr erfreulich geendet und jeder hatte es sehr eilig nach Hause zu kommen. Selbst die Feier zum Ende des Jahres war eine Trauerfeier und der Lovegood hatte es im Herzen weh getan, so aus dem Schloss gehen zu müssen.

    Mit ihrem Vater war sie nach Hogsmeade gefloht, denn sie hatte einen Termin im Schloss. Ravenclaw würde einen neuen Schüler bekommen und der Professor hatte sie gebeten für eventuelle Fragen zur Verfügung zu stehen und zu diesem Termin zu erscheinen.

    Natürlich hatte sie da nicht nein gesagt.

    Sie legte die letzten Meter hinter sich und stand nun vor dem riesigen Schlosstor. Dort würde sie warten müssen, war aber bei diesem Wetter keinerlei Schwierigkeit darstellte. Laut ihren Informationen würden noch Zwei Erwachsene dabei sein und der neue Schüler. Auf diesen war sie schon ganz gespannt.

    Sie setzte sich auf eine der Stufen und begann zu warten.

  • Jason sah auf, als es klopfte. Seine Adoptivmutter stand im Türrahmen. Sie meinte, dass er zu einem Gespräch nach Hogwarts, seiner neuen Schule, müsse. Jason nickte und legte das Buch weg. Es war ein Buch über magische Gesetze. Für jeden Anderen in seinem Alter wohl schwere Lektüre, aber er selbst kam damit einigermaßen zurecht. Dann fuhr er sich ein paar Mal mit der Hand durch die Haare und glättete sie. Als Kleidung wählte er ein blaues Hemd und einen farblich passenden, leichten Umhang. Dazu zog er seine Drachenleder-Stiefel und eine schwarze Stoffhose an. Dann sah er die Siegelringe auf seinem Nachttisch liegen. Welchen sollte er tragen? Er gehörte zur Familie Martin, wollte aber auch seine leiblichen Eltern nicht vergessen. Der Ring war irgendwann mit der Post von Gringotts gekommen.


    Im Endeffekt entschied er sich für den Ring seiner Adoptivfamilie. Den Anderen zog er auf eine silberne Kette und legte sie sich um. Dann trat er in den Salon. Seine Mutter apparierte ihn nach Hogsmeade. Dort ließ sie ihn allein. Jason ging durch das Dorf und sah sich um. Ja. Hier ließ es sich aushalten. Er stapfte den Weg zum Schloss hinauf. Vor dem großen Eisentor mit dem Wappen der Schule saß ein blondes Mädchen mit verträumtem Blick.

    "Hallo. Ich suche eine Miss Lovegood. In dem Brief stand, dass ich mich mit ihr treffen würde. Ich bin Jason Martin."

  • Endlich wurde die Wichtigkeit des Schulrats mal gebührend gewürdigt. Während Schulleiter und Lehrpersonal wahrscheinlich an irgendeinem Strand auf der faulen Haut lagen und sich die Sonne auf den Kopf scheinen ließen, oblag es mir, hier die Stellung zu halten und einen Schulwechsler willkommen zu heißen. Freie Hand für mich, so gefiel mir das.


    Es war 15 Uhr... 5 Minuten nach 15 Uhr, und die beiden geladenen Schüler saßen draußen vor dem geschlossenen Schultor in der brütenden Hitze. Als meine erste Amtshandlung stellte ich gleich schon mal die Geduld des Neuen auf die Probe.

    Knarzend schwang das Tor nach innen auf und gab den beiden den Blick frei auf meine hochherrschaftliche Autorität vor der Kulisse des alten Schlosses. Trotz der prallen Sonne und meiner aufwändigen schwarzen Robe machte ich einen winterfrischen Eindruck, und wer mir nahe genug käme, würde auch die angenehme Kühle spüren, die mich umgab: Ein Kältezauber in Perfektion.


    Klonk klonk. Grüßend tippte mein Gehstock auf das Steinpflaster. „Lucius Malfoy, Schulrat. - Willkommen in Hogwarts. Ich hoffe, Sie sind anpassungsfähig und werden sich den Regeln hier schnell unterwerfen.“ Es folgte ein kritischer Blick von oben bis unten über den neuen Schüler, ehe ich auch dem ,alten Hasen' grüßend zunickte. „Miss Lovegood. Großzügig von Ihnen, Ihre kostbaren Ferien zu opfern.“ Alles, was ich sagte, klang irgendwie zynisch.


    „Kommen Sie mit.“ Ohne weitere Umschweife geleitete ich die beiden Schüler von den sonnenbeschienenen Ländereien hinein in die finsteren Kerker, in denen es selbst zu dieser Jahreszeit außergewöhnlich kühl war, und geradewegs in das Büro meines dunklen Freundes.

    „Hier bringe ich dir Flitwicks neuen Schützling samt seiner Schülerpatin bei den Raben“, eröffnete ich Severus, nachdem ich kurz angeklopft hatte, und schickte die Schüler in das düstere Büro voraus.

    Viel Spaß beim Einschüchtern.

  • Ferien in Hogwarts - meine liebste Zeit im Schloss. Alle, oder zumindest fast alle Schüler und Lehrer hatten das Schloss verlassen und ich hatte größtenteils meine Ruhe. Ich hatte nicht unbedingt das Bedürfnis nachhause zu fahren. Neben den schlechten Erinnerungen, die das dunkle Haus in mir weckte, hatte ich noch einiges zu tun. Der Lord wollte einmal mehr ein paar Tränke, auch der Krankenflügelvorrat musste mal wieder aufgefüllt werden. Nicht zu vergessen war natürlich der Unterricht, den ich vorzubereiten hatte...

    Andere Lehrer hatten offenbar nichts zu tun... oder sie ließen es andere machen. So auch Flitwick... er war verreist und ich musste seinen neuen Schüler in Empfang nehmen. Danke auch. Das war eines der Sachen, auf die ich absolut keine Lust in meiner freien Zeit hatte.

    Das Einzige, das mir erspart blieb, war ihn auch noch abzuholen, diese Aufgabe oblag dem Herrn Schulrat: Lucius Malfoy.


    Eben dieser klopfte irgendwann bei mir, ich verdrehte die Augen, bevor er die Tür öffnete - ohne dass er meine verbale Erlaubnis hatte, der Einzige, der sich das traute. Und auch der Einzige dem das erlaubt war.

    Ich hob den Blick und der erste Augenkontakt galt Lucius ,,Danke!" wehe du gehst jetzt! Jetzt bist du schon da, jetzt stehst du das auch mit mir durch!

    ,,Setzen Sie sich." wies ich die beiden Schüler an. ,,Name?" meine Augen fixierten den neuen Schüler, Lovegood würdigte ich erstmal keines Blickes.

  • Sie war viel zu früh dran oder aber die Anderen waren alle zu spät. Aber das störte die Lovegood nicht wirklich. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen hatte sie ihre Umgebung beobachtet und in sich aufgezogen. Das Schloss hinter ihr strahlte eine unfassbare Ruhe aus, obwohl die schweren Tage und der Tod von Cedric noch nicht lange her waren. In Lunas Vorstellung war Hogwarts eine alte Dame, mit einer unglaublichen Magie und Weisheit, dass selbst Dumbledore dagegen ein kleines Licht war.

    Die Ländereien vor ihr, lagen still und friedlich da und ab und zu passierten kleine Tiere ihr Blickfeld. Etwas was man sonst auch nicht zu sehen bekam. Auch im See schien es hoch her zu gehen und die Lovegood meinte die Arme des Kraken zu sehen.


    Dann wurde sie angesprochen und stand mit ausgestrecktem Arm auf.

    "Hallo. Ich bin Luna und willkommen in Hogwarts. Du wirst eine tolle Zeit hier haben. Ganz bestimmt."

    Sie musterte den Neuankömmling ohne Scham und nickte dann leicht. Er würde gut nach Hogwarts und in ihr Haus passen. Da war sie sich sicher.

    Das große Tor ging auf und entblößte einen Mann, den die Ravenclaw erst auf den zweiten Blick erkannte. Einer der Schulräte und der Haarfarbe nach ein Malfoy. Das ging ja schon mal gut los, aber konnte ja fast nur besser werden.

    "Ich bin gerne hier." lächelte sie und folgte ihm dann ins Schloss und in Richtung Keker.

    Es konnte also noch schlimmer werden. Aber die Schulzeit dann ja nicht mehr. Als Rabe bekam man meistens nicht so viel ab von den Launen Snapes. Außer er hatte den Jahrgang von Harry Potter in der Stunde davor.

    Grimmig wie eh und je, saß er hinter seinem Schreibtisch und schien wirklich schlechte Laune zu haben. Eigentlich konnte sie es ihm nicht mal verübeln, Professor McGonagall wäre ihr dennoch lieber gewesen.

    "Guten Tag Professor Snape." grüßte sie höflich, bevor sie sich auf einen der Besucherstühle setzte.

  • Jason nickte dem Mädchen freundlich zu. Sie hieß Luna. Das würde er sich merken.

    "Ich hoffe es doch sehr. Ich will nicht als Außenseiter gelten." meinte er. Das Gespräch würde nicht einfach werden. Zumal die Lehrer erstmal mit seinem amerikanischen Akzent umgehen mussten. Dann kam ein Mann auf sie zu. Jason hatte das dringende Bedürfnis, im Boden zu versinken. Er kannte sie nicht und schon hatte er Angst vor ihr. Dann erfuhr er Name und Position. Lucius Malfoy. Seine Adoptivmutter hatte ihm von dem Mann erzählt. Er sollte sich unterwerfen? Ganz sicher nicht. "Ich halte mich an Regeln, will aber auch entsprechend behandelt werden." meinte er.


    Sie folgten dem Mann zum Schloss hinauf. Jason sah sich um. Es war anders, als Ilvermorny. Aber gut. Natürlich waren sie auch in einem anderen Land. Sie gingen in die Kerker hinunter. Dort war es um einige Grad kühler. Der Gang wurde von Fackeln beleuchtet. Als die Tür zu einem der Zimmer aufging, wollte er zum zweiten Mal an diesem Tag im Boden versinken. Was war denn nur los mit ihm? So war er doch sonst nicht. Vor ihm stand ein Mann mittleren Alters mit schwarzen, fettig wirkenden Haaren. Der forderte sie mit ziemlich unfreundlichen Ton auf, sich zu setzen. Hatte diesem Typen denn Niemand Manieren beigebracht. Es war unhöflich, sich nicht vorzustellen. Jason setzte sich.

    "Ich bin Jason Martin. Bitte fragen Sie mich nicht nach meinem richtigen Namen. Ich kenne ihn nicht." meinte er ruhig. Der Mann würde ihn nicht so schnell aus der Fassung bringen. Dann zog er eine Mappe aus seiner Tasche. Darin befanden sich Formulare aus Ilvermorny. Er nahm sie heraus und legte sie vor sich auf den Tisch.

  • Neu sein und gleich Forderungen stellen, soso, das haben wir gern. Ich schenkte dem Schüler mit seinem rauen Akzent einen langen und prüfenden Blick. „Eine faire Behandlung muss man sich erst verdienen.“ Insgeheim jedoch war ich amüsiert; es war gut, seinen Standpunkt zu kennen und zu vertreten.

    Lovegood beteuerte gutgelaunt, gerne hier zu sein. Eine Schülerin, die gern in der Schule war, was stimmte mit ihr nicht? Tst.


    Kurz darauf waren wir in Severus' Büro, die Schüler setzten sich gehorsam. Mit vor der Brust verschränkten Armen lehnte ich mich seitlich im Rücken der Schüler gegen die Kerkerwand und nahm meinen Beobachterposten ein. Denkst du, das lasse ich mir entgehen, dir mal bei der Arbeit zuschauen zu können? Mitnichten werde ich dieses Spektakel verpassen.

    Wenn der Neue gedacht hatte, ich wäre schon kurzangebunden und einschüchternd, wurde er gerade eines Besseren belehrt. Und wenn er mit einem warmen Empfang gerechnet hatte, wurde er hier endgültig desillusioniert. Severus hielt sich noch weniger mit Begrüßungsfloskeln auf als ich - herrlich. Der Neue musste sich wohl so langsam fragen, wo er hier gelandet war. In Amerika hatte man es ja nicht so mit Autoritäten... und er hatte gerade die beiden größten Autoritäten der Schule vor sich.

    Über die Köpfe der Schüler hinweg warf ich Severus ein schadenfrohes Grinsen zu. Erste Antwort des Neuen und er machte ein kleines Mysterium aus seinem Namen. Das hast du doch gern, was?

  • Fröhlich und ungeniert wie man sie kannte begrüßte Lovegood mich beim Eintreten in mein Büro, ich erwiderte ihr lediglich ein kurzes Nicken.

    Lucius lehnte sich an die Wand, sodass ich ihn sehen konnte, beste Voraussetzungen für den Austausch von Blicken, die nur wir deuten konnten.

    'Jason Martin' seinen richtigen Namen wusste es nicht... was? Apropos Name - ,,Severus Snape, Professor für Zaubertränke und Hauslehrer der Slytherins." aber du bist ja Merlin sei Dank eh nicht bei mir. ,,Wer hat Ihnen diesen Namen gegeben?" Ich hob eine Augenbraue, aus dem Augenwinkel vernahm ich das gehässige Grinsen meines Freundes - was bringst du mir da für einen Menschen?

    Ich nahm die Akte entgegen und blätterte kurz durch, darin befanden sich lediglich der Versetzungsanträge und ein paar Leistungsnachweise... das ist wenig Info. Fast hätte ich die Augen verdreht.

    Gelangweilt zog ich ein Blatt aus meinem Schreibtisch ,,Wann und wo sind sie geboren? Wo wohnen Sie, wenn Sie sich nicht hier befinden?" leidiger Papierkram... das interessiert doch eh niemanden. Ich warf einen kurzen Blick zu Lucius, das darfst du dir nachher gleich noch anhören!

  • Für Luna war der Part, der nun kommen würde eigentlich ziemlich langweilig. Sie war hier nicht wirklich gefordert, den Papierkram konnte sie nicht erledigen und gerade gab es ja nun auch keine Fragen so von Schüler an Schüler.
    Sie hatte ihre Hände in ihrem Schoß gefaltet und lächelte leicht, während sie sich sehr bemühte sich nicht in dem Büro des Professors umzuschauen.
    Bisher war sie noch nie hier gewesen und wusste also auch nicht, wie es aussah. Vorgestellt hatte sie sich ein leicht dämmriges Büro mit Zaubertrankdämpfen und Zutaten an den Wänden und natürlich vielen Büchern.
    An so etwas banales wie einen Schreibtisch hatte sie tatsächlich erstmal nicht gedacht, aber eigentlich war es nur sinnvoll, dass Professor Snape einen hatte.


    Dann drifteten ihre Gedanken wieder zu dem neuen Schüler ab. Er wollte kein Außenseiter sein und sie hatte nicht mehr die Chance bekommen darauf zu antworten. Eigentlich musste niemand in Hogwarts ein Außenseiter sein, außer man machte sich selbst dazu oder tat Dinge, die nicht ins Bild passen. Wenn sie so darüber nachdachte, gab es sicherlich Außenseiter - sie gehörte dazu - aber sie waren nicht das prägenste Bild.
    Als sie jedoch die Antworten gegenüber dem Schulrat Malfoy und Professor Snape hörte, musste sie kurz das Gesicht verziehen. Sie glaubte nicht, dass es die beste Idee war sich so zu benehmen. Beide Männer waren bekannt dafür, dass sie nicht unbedingt die tolerantesten waren und eigentlich ziemliche Unterordnung vor Respektpersonen verlangten. Das beinhaltete auch einfach nur klare Antworten und keine halben Rätsel. Auch wenn sie selbst die Tatsache natürlich spannend fand.

    Aber entgegen seinem Gesicht schein der Professor doch nicht die schlechteste Laune zu haben und stellte seine Frage erneut anders.
    Wobei sie sich wunderte, wieso der Papierkram erneut durchgeführt werden musste, immerhin schien Jason schon einmal hier gewesen zu sein und war ja auch in Ravenclaw einsortiert worden.

  • Er hielt die Klappe, als der Schulrat zu ihm meinte, dass man sich Respekt erst verdienen müsse.


    Endlich stellte sich der Mann ihm vor. Er nahm es nickend zur Kenntnis. Dann wurde er gefragt, wer ihm den Namen Martin gegeben hatte. Jason sah sich die Formulare ebenfalls, leicht verwirrt, an. Da fehlte doch etwas! Seine Adoptionspapiere!

    "Oh. Entschuldigung. Das können Sie gar nicht wissen. Ich bin im Waisenhaus aufgewachsen. Martin ist der Name meiner Adoptivfamilie. Ich kannte bisher auch nur meinen Vornamen und einen Nachnamen, der allerdings Fake war. Offensichtlich hat das Ministerium die Papiere noch nicht geschickt. Ich bin noch nicht lange bei ihnen." Damit war das Thema für ihn abgehakt. Er wollte nicht weiter darüber reden. Dann fragte ihn der Professor, wo er normalerweise wohnte.

    "In Scaynes Hill. Einem Stadtteil außerhalb von London. Früher in Amerika." Dann senkte er den Blick auf seine Finger. Ihm gefiel diese Fragerei nicht. Auf manche Fragen wusste auch er keine Antwort. Als er das erste Mal hier gewesen war, waren sie nur im Büro des Schulleiters gewesen. Jetzt wollte er auch den Rest kennen lernen.


    "Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn ich etwas mehr über meine Abstammung heraus finden könnte. Vielleicht können Sie mir helfen." Er hoffte, dass er seine Ansprüche nicht zu hoch ansetzte.

  • Ein erst Waisen- und jetzt Adoptionskind, aha. Unbeständiges Leben, Mangel an geordneten Verhältnissen und strukturiertem Familienleben, nicht-konservatives Lebensmodell. Diese Art Schüler machte für gewöhnlich am meisten Schwierigkeiten.

    Und die gingen schon beim Aufnahmebogen los. Kurz streifte mich Severus' vorwurfsvoller Blick, als hätte ich persönlich dieses Formular verfasst, um ihm eins reinzuwürgen. Unschuldig blickte ich zurück. Ich weiß doch, wie sehr du diese bürokratischen Formalitäten liebst. Sei froh, dass es nur das ist. Würdest du die Formulare kennen, die ich fürs Finanzamt ausfüllen muss...

    „Ich werde die Angelegenheit überprüfen. Mr Arnold vom Adoptionsbüro ist für seine Schlampigkeit bekannt. Er braucht manchmal ein bisschen Druck von oben“, schaltete ich mich an Severus gewandt ein. Vielleicht war es doch ganz gut, dass ich hier heute dabei war; bei einem behördenübergreifenden Fall wie diesem konnte Severus sonst schnell an seine Grenzen stoßen.


    Anstatt einfach die Frage nach seinem Geburtsdatum und -ort zu beantworten oder zumindest die Daten, die ihm bekannt waren, anzugeben, wurde der Jugendliche auch noch störrisch und stellte Gegenfragen - oder eher Gegenansprüche. „Dafür sind wir mitnichten zuständig!“, konnte ich mir den fauchenden Einwurf einfach nicht verkneifen. Wir waren doch nicht die Auskunft. Oder seine persönlichen Privatdetektive. Als ob es nicht reichte, dass ich seinen Unterlagen nachlaufen musste. „Wie kommen Sie dazu, zu glauben, wir könnten Ihnen bei Ihrem Familiendesaster weiterhelfen? Haben Sie irgendeinen Grund zu der Annahme, Ihre Eltern hätten eine Verbindung zu Großbritannien?“ Rück erst mal mit Informationen raus, bevor du solche Bitten äußerst. Mir erschließt sich nicht, warum du dich an uns wendest, wenn du aus Amerika stammst.


    „Vielleicht hat ja die gute Miss Lovegood Lust, in ihrer Freizeit Ahnenforschung zu betreiben, unsere ist für solche Späße zu knapp bemessen.“ Oder bring ihm wahlweise bei, dass man als Hogwartsschüler nicht die Geduld seiner Lehrer und Respektspersonen auf die Probe stellt.


    Mein Blick streifte Severus. Mag sein, dass ich gerade zickig bin und mich einmische, aber wie du weißt, habe ich nicht oft mit Kindern zu tun und habe auch nicht den längsten Geduldsfaden für kindische Wunschvorstellungen. Wenn ich überreagiere, wirst du deinen Schüler schon vor mir zu verteidigen wissen.

  • Lovegood war einfach anwesend... nicht mehr und nicht weniger. Aber es machte nichts, wenn sie sich langweilte. Wenn sie nur wüsste, wie oft wir Lehrer uns langweilten, dann würde es sie sicher auch nicht stören lediglich ein paar Minuten hier warten zu müssen.

    Nachdem der Schüler nur kurz erklärte, wo er aufwuschs und woher er seinen Namen hatte, musste ich mich fragen, ob er überhaupt irgendetwas wusste... ,,Was ist mit Ihren leiblichen Eltern.?" Wehe das weißt du auch nicht, dann kannst du gleich wieder gehen! Er nervte mich jetzt schon, obwohl er vermutlich nicht einmal wirklich viel dafür konnte, dass er so wenig im Kopf hatte. Hoffentlich würde der Unterricht mit ihm nicht ebenso mühselig werden, wie dieses Gespräch. Vielleicht lag diese Abneigung gegen ihn auch seiner familiären Situation zugrunde. Erfahrungsgemäß hatten solche Kinder keinen Anstand un konnten sich dementsprechend auch nicht an Regeln halten. Naja... nicht mein Haus, nicht mein Problem.

    Lucius versicherte mir, die fehlenden Informationen zu beschaffen. Ich nickte ihm kurz zu, ,,Danke." anderenfalls hätte ich diesen Teil einfach ausgelassen. Solange, bis mich jemand darauf angesprochen hätte, dass etwas fehlte und dann erst, hätte ich weiter gedacht.


    Gegen all das, was ich erwartete hatte, wurde es dann doch noch spannender und Lucius fuhr dem neuen über den Mund. Innerlich schmunzelte ich vor mich hin. Danke, du sprichst mir aus der Seele. Nur war es ausnahmsweise nicht ich, der sich sofort unbeliebt machte, sondern er. Er, der Schulrat, den die meisten Schüler noch nicht einmal zu Gesicht bekommen hatten. Das freut mich, mach nur weiter so. Dieses Schauspiel besah ich mir nur zu gerne. Sogar meine Feder hatte ich in ihre Halterung zurück gesteckt, der Rest hatte schließlich Zeit.

  • Was eigentlich die Erwartung an langweiligen Papierkram und schnelle Abwicklung erweckt hatte, schien sich jetzt doch in eine langwierige und etwas spannende Situation zu entwickeln. Nicht nur die Thematik war ziemlich spannend - Lunas Haus erzwang einen gewissen Drang Rätsel lösen zu wollen. Allerdings musste Luna zugeben, dass sie von Adoptionen keinerlei Ahnung hatte und daher auch nicht helfen konnte.

    Sie wollte gerade antworten als ihr klar wurde, dass keinerlei ernste Antwort von ihrer Seite erwünscht oder erfordert war und schloss den Mund einfach wieder.

    Hatte Professor Snape noch einigermaßen gute Laune gehabt, so hatte Lucius Malfoy sie nicht und ging Jason doch recht schroff an. Der Arme hatte ja nicht ahnen können, dass er an zwei eher griesgrämige Personen geraten würde. Allerdings musste auch Luna zugeben, dass seine direkte Art nicht sehr diplomatisch gewesen war. Vielleicht war das ja typisch Amerikanisch.


    Luna hoffte nur, dass Jason nun nicht gleich ins nächste Fettnäpfchen treten würde. Sie würde ihm auch gerne helfen, aber jeglicher Versuch einer Verteidigung oder einer Hilfestellung würde nicht gerne gesehen werden. Sie hatte sich schlicht nicht einzumischen, aber das fiel ihr etwas schwer. In einer kleinen Gesprächspause öffnete sie also doch ihren Mund und formulierte vorsichtig und leise.

    "Professor Snape, Schulrat Malfoy ich bin mir sicher, dass Jason es nicht so fordernd meint und nur Hilfe erbittet."

    sie drehte sich zu Lucius Malfoy um und ergänzte "Bei ihrer knappen Zeit kann sich bestimmt auch Professor Dumbledore darum kümmern. Ich werde mit Jason zu Schulbeginn zu ihm gehen und dort um Hilfe fragen."


    Auch wenn die Chance sehr gering war, so hoffte die Lovegood nun das Thema hinter sich gebracht zu haben und damit schnell aus dem Büro zu kommen. Denn so spannend es auch war, nach ihrer Einmischung hatte sie eigentlich keine Lust einen riesen Anschiss zu kassieren. Das würde sehr ungemütlich werden. Beim erneuten umdrehen, sah sie Jason in die Augen und schüttelte ganz leicht mit dem Kopf. Sie hoffte er würde verstehen, dass er nur die Fragen beantworten aber keine Gegenfragen stellen sollte. Denn damit würde es ihm und ihr besser ergehen. Besonders im neuen Schuljahr.

    Sie faltete wieder ihre Hände im Schoß und murmelte noch "entschuldigen Sie die Einmischung Professor. Es geht mich ja eigentlich nichts an."

  • Jason knirschte unwillig mit den Zähnen. Es war schließlich nicht sein Problem, wenn irgendjemand so schlampig arbeitete. Jason nickte nur dankend. Er verkniff sich die Bemerkung, dass er ja nichts dafür könne. "Um Ihre Frage nun endlich zu beantworten: Ich wurde im Oktober 1980 in Massachusetts geboren." Er sah die beiden Männer unverwandt an. Er würde jetzt nicht klein beigeben.


    Als seine Bitte um Hilfe abgeschmettert wurde, überkam ihn eine kurze Welle der Traurigkeit. Überall war es dasselbe. Für die Leute waren Waisenkinder nur Dreck unter den Schuhen. Bei ihm war es sogar noch schlimmer, da er ohne Namen im Waisenhaus gelandet. So dachte er zumindest.

    Noch immer fragte er sich, womit er die Liebe seiner Freundin verdient hatte. Er sah erst den Professor und dann Luna an. Warum halfen sie ihm nicht?


    Er drehte den Ring um seinen Finger. "Meine leiblichen Eltern kenne ich tatsächlich nicht. Doch meine Adoptiveltern arbeiten in der Abteilung für Internationale Magische Zusammenarbeit. Ich weiß, dass sie das nicht hören wollten, doch eine andere Antwort kann ich Ihnen nicht geben. Tut mir leid." meinte er leise und den letzten Satz entschuldigend. Damit starrte er auf seine Schuhe und biss die Zähne zusammen. Jason atmete auf, als Luna etwas zum Verhalten seinerseits sagte. Er musste ihr Recht geben. "Entschuldigung. Ich wollte wirklich nicht fordernd klingen. Ich weiß mir nur nicht mehr zu helfen." Dabei sorgte er dafür, versöhnlich zu klingen. Er wollte den Lehrer nicht gegen sich aufbringen und offensichtlich war Mr. Malfoy auf dessen Seite. "Ich war zwei Wochen alt, als die Säuglingsstation mich an das Waisenhaus übergab. Ich hatte damals von den Schwestern den Namen Jason erhalten. So kam ich zu meinem Namen. Deshalb weiß ich nichts von meinen Eltern. Ich hoffe, ich habe Ihre Frage ausreichend beantwortet." sagte er freundlich und ohne fordernden Unterton.


    Er sah die blonde Ravenclaw an, als diese ihm anbot, zum neuen Schuljahr zu Professor Dumbledore gehen zu wollen. Er wollte gerade etwas sagen, als diese sich auch schon für ihr Einmischen entschuldigte.


    (Ich entschuldige mich schon mal im Voraus, wenn ich irgendwo die Reihenfolge vertauscht habe)

  • Der Schüler schrumpfte auf seinem Platz zusammen wie ein Häufchen Elend. Und nun endlich rückte er mit ein paar verständnisfördernden Antworten heraus. Aha, allmählich ergab sich aus der Geschichte ein passendes Bild. Und auch Miss Lovegood, die in dieser Konstellation die Rolle einer Vertrauensschülerin für Mr Martin einnahm, äußerte sich, dass dieser es wohl nicht so gemeint hatte, wie es rüberkam. In der Tat war es äußerst ungeschickt und aufdringlich mit so etwas in einer neuen Schule anzukommen, noch ehe die Aufnahmeformulare ausgefüllt waren. Das schien dem Schüler nun auch aufzugehen und es erfolgte eine zerknirschte Entschuldigung.

    „Ihre Adoptiveltern scheinen mir doch direkt an der Quelle zu sitzen, was Nachforschungen in amerikanischem Staatsgebiet angehen“, befand ich ein wenig milder. Dass der Junge aus purer Verzweiflung auf unangemessene Weise mit diesem Anliegen herausgeplatzt war, war nun offensichtlich zu sehen. „Als Mitarbeiter der Abteilung für Internationale Magische Zusammenarbeit sollten sie doch die besten Beziehungen zu den amerikanischen Behörden haben. Ich wüsste nicht, was ich tun könnte, das Ihre Adoptiveltern in ihrer Position nicht ebenso tun könnten.“ Ich runzelte die Stirn. Etwas anderes wäre es gewesen, wenn die Adoptiveltern einfache Leute, Schuhverkäufer oder Straßenfeger gewesen wären, aber so...

    Oder geht es dir darum, dass du deine Adoptiveltern nicht fragen willst, weil du dich bei ihnen mit deinem Interesse an deinen leiblichen Eltern nicht unbeliebt machen willst? Das, mein Lieber, ist aber dein Problem. Wenn du etwas hinter dem Rücken deiner gutherzigen Adoptiveltern machen willst, die dich gerade erst bei sich aufnahmen, werde ich mich da garantiert nicht vor den Karren spannen lassen.

    Mein Blick wurde härter; inzwischen war ich auch ein Stückchen vorgerückt und hatte mich seitlich neben dem Schreibtisch positioniert, damit ich die beiden Schüler beim Sprechen auch ansehen konnte und diese sich nicht immer von Severus zu mir hin und her drehen mussten. „Ein kostenloser Rat von mir, Mr Martin: Konzentrieren Sie sich darauf, sich hier an Ihrer neuen Schule und in Ihrer Adoptivfamilie zu integrieren und jagen Sie nicht den Gespenstern der Vergangenheit hinterher.“ Was erhoffst du dir von diesem Wühlen in der Vergangenheit? Höchstwahrscheinlich wurdest du als Baby abgegeben, weil deine Eltern dich nicht wollten.


    Hilfsbereit bot Miss Lovegood indessen auch an, den Neuen an die Hand zu nehmen und Dumbledore mit diesem Anliegen zu belästigen. Auch wenn ich persönlich nichts dagegen hätte, Dumbledore ein bisschen auf die Nerven zu fallen, missfiel es mir, sollte sich die Schülerin hier ausnutzen lassen. „Bieten Sie immer Ihre Hilfe an, ohne vorher Fragen zu stellen und die Hintergedanken der Menschen zu ergründen?“


    Oder schätzte ich die Situation falsch ein? Mit zusammengezogenen Brauen musterte ich den Schüler genauer, stützte mich mit einer Hand auf Severus' Schreibtisch ab, um dem Schüler prüfend in die Augen zu sehen: „Oder fühlen Sie sich bei Ihren Adoptiveltern nicht wohl?“

    Ein kurzer Blick zu Severus. Was hältst du von all dem? Severus fühlte sich offenbar nicht wirklich angesprochen und verfolgte entspannt zurückgelehnt die Situation. Was hätte er als Zaubertränkelehrer auch tun können, um die Eltern des Jungen aufzuspüren? Nichts.

  • Mein Blick wanderte zu der Ravenclaw, die versuchte, den neuen zu verteidigen. ,,Loveggod, hat Sie jemand nach Ihrer Meinung gefragt?" ich hob eine Augenbraue. Du solltest besser deinen Mund halten, wenn niemand mit dir spricht! Sie wandte sich auch noch an Lucius und meinte die Vermutung aufzustellen, Dumbledore würde sich um seine Angelegenheit kümmern, ,,Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei. Bleiben Sie nun bitte beim Thema!" Die Information, dass du keine Ahnung hast woher du kommst, reicht mir schon. Der Weg, wie er an die Information kommen wollte, interessierte mich weniger.

    Lovegood stellte auch schnell sehr korrekt fest, dass es sie nichts anging. Dann halte dich auch raus! Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt wäre es mir lieb sie würde ihr Sprechorgan kontrollieren und ruhe geben.

    Auch Lucius schnitt das Thema schließlich ab und erinnerte dieses Kind, das äußerte sich nicht mehr zu helfen zu wissen, daran, dass seine Adoptiveltern an der Quelle saßen. ,,Wir sind hier keine Selbsthilfegruppe! Wenn Sie psychologischen Rat suchen, sind Sie hier falsch!" Hör auf zu jammern, jeder von uns hat ein Päckchen mit dem er nicht umzugehen weiß!


    Im Oktober war er geboren... danke dafür ,,Datum?" lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen! Den Rest seiner Gesichte erklärte er dann doch, ohne, dass ich hundert weitere Fragen stellen musste. Na also, geht doch.

    Lucius richtete eine Frage an Lovegood, die mich beinahe zum Schmunzeln gebracht hätte - schön, dass du das genau so siehst wie ich! Eine weitere Frage richtete er an den neuen Schüler... diese Frage veränderte etwas... vielleicht verhielten sich seine Adoptiveltern ihm gegenüber nicht angepasst. Kurz überlegte ich, ob Lucius' Frage gehässiger Natur war oder ob er sie ernst meinte. Der Blick, den er mir dann jedoch zuwarf, ließ mich vermuten, dass es eine relativ ernste Frage war. Glaubst du er macht das selbe durch wie ich? Für jemand anderen unmerklich, nickte ich Lucius zu. Gute Frage!

  • Sie hatte natürlich damit gerechnet, dass Professor Snape und Schulrat Malfoy nicht begeistert sein würden von ihrer Einmischung und natürlich war es auch genauso gekommen. Aber wenn sie ganz ehrlich war, hatte sie mit schlimmeren Zurechtweisungen gerechnet. Aber sie war nicht wirklich in der Luft zerrissen worden und hatte nur ein paar Kommentare bekommen. Gleichzeitig hatte Lucius Malfoy ihr eine Frage gestellt, auf die er wohl eigentlich keine Antwort haben wollte. Aber die Lovegood wäre nicht die Lovegood, wenn sie nicht zumindest darüber nachdenken würde. Doch ihre klare Antwort war ein Ja und als ihr das klar wurde, nickte sie nur. Nochmal dazwischen zureden würde sie sich nicht wagen. Sie hatte ihr Glück schon genug ausgereizt und wollte es nicht gleich nochmal auf die Probe stellen.
    Sie würde ihr Leben lang Hilfe anbieten. Das gehörte zu ihrem naturell und natürlich würde sie dann auch Fragen stellen, aber musste man Hilfe erstmal an eine Bedingung knüpfen? Luna wusste es nicht ganz genau, aber für sich war sie erstmal der Meinung, dass sie ihre Hilfe nicht perse an etwas anderes binden würde als an ihr Bauchgefühl.
    Und noch war es bei Jason kein schlechtes und für sie war es auch keine besondere Hilfe mit ihm zu Professor Dumbledore zu gehen und dort um Hilfe zu bitten.

    Stumm hörte sie sich den Rest an und nahm auch wahr, dass sich plötzlich die Stimmung im Raum geändert hatte. Offenbar hatte die letzte Frage des Schulrates etwas ausgelöst, denn auch Professor Snape reagierte plötzlich weicher als zuvor und schien nicht mehr ganz so genervt von dem Papierkram zu sein.
    Dennoch hatte Luna das dringende Bedürfnis, dieses Büro so schnell wie möglich zu verlassen. Sie wollte nicht mehr in dieser Stimmung sitzen, denn es fiel ihr etwas schwer ihre gute Laune zu behalten.

  • Jason sah seine Gesprächspartner an. Sie schienen nicht zu verstehen, was er meinte beziehungsweise von ihnen wollte. "Das mag vielleicht sein, aber ich suche momentan nach einer neuen Sichtweise und es wäre beruhigend zu wissen, ob ich nicht von Todessern abstamme" sagte er leise und beinahe ein wenig schüchtern. Ausrasten brachte hier nicht viel und wäre falsch aufgenommen worden. Gedankenverloren drehte er den Ring um seinen Ringfinger. Es war eine Art Freundschaftsring. Allerdings steckte in diesem Ring mehr, als nur das Versprechen der Freundschaft. Das Gegenstück trug seine Freundin. Er hatte sie auf seinem Geburtstag kennengelernt und ziemlich schnell war mehr aus der Bekanntschaft geworden. Kurz vor seinem Umzug, hatte Sara ihm den Ring gegeben.


    Dass es im Heim nie in Handgreiflichkeiten ausgeartet war, war ein Wunder. Zum Glück war er nie in Muggel-Heimen gelandet. Die hätten nicht gewusst, wie mit Magieausbrüchen umzugehen war.

    Er sollte sich also integrieren. Sowohl in Hogwarts, als auch privat.

    "Ich versuche es. Mehr können Sie nicht verlangen. Aber ich denke, dass ich mich hier anpassen kann. " meinte er ohne bestimmenden Unterton in der Stimme. Man konnte niemanden dafür bestrafen, wenn er es trotz Bemühungen nicht schaffte, sich zu integrieren.


    Fühlte er sich bei seinen Adoptiveltern wohl? Eine gute Frage, die sich momentan nicht mit ja oder nein beantworten ließ. Er richtete seine blauen Seelenspiegel auf den Schulrat.

    "Das tut glaube ich Niemand, der aus seiner vertrauten Umgebung gerissen , von allen Freunden getrennt und in ein völlig fremdes Land gebracht wurde, wo man gezwungen ist, sich wieder zu integrieren. Aber meine Eltern sind nett. Sie kümmern sich in einer Weise um mich, die ich nie kennengelernt habe. Ich gebe Alles, um nicht wieder im Waisenhaus zu landen. In diese, mit Verlaub gesagt, "Hölle" möchte ich nie wieder zurück. Ich frage Sie, weil ich mir erhoffe, dass mir Jemand eine neue Herangehensweise zeigen kann. Meine Eltern haben nicht viel erreichen können." Vielleicht half ein wenig Schmeichelei. Warum er Gespenstern der Vergangenheit hinterherjagte? Auch dazu hatte er eine Antwort. "Ich möchte wissen, warum ich überhaupt im Waisenhaus war. Keine Mutter gibt ihr Kind ohne Grund ab.." Er lehnte sich leicht zurück und wartete auf eine Reaktion der beiden Männer. Bei den Erklärungen rutschte er in den Boston Akzent. Es kümmerte ihn nicht. Allerdings entschuldigte er sich für diesen Ausrutscher.


    Die Kommentare, die an Luna gerichtet waren, ignorierte er. Das Mädchen machte den Eindruck, dass sie selbst auf sich aufpassen konnte. Professor Snape fragte ihn nach seinem Geburtsdatum.

    "17. Oktober 1980, Boston, Massachusetts/USA." sagte er leise und freundlich. Dann sah er zu Luna. Sie hatte zu keiner der letzten Aussagen etwas gesagt. Aber das störte ihn nicht. Schließlich konnte er auf sich selbst aufpassen. Allerdings fragte er sich, warum sie da war, wenn es doch offensichtlich war, dass die Lehrer ihre Aussagen nicht wollten.

  • Ein zweifelsfreies, überzeugtes Nicken seitens der Lovegood. So viel zum Thema wachrütteln und vor der bösen Welt warnen. Dir ist wirklich nicht mehr zu helfen, Mädchen.


    Er wollte sichergehen, dass er nicht von Todessern abstammte, aha. Als wäre Todessersein ein ansteckendes Erbdefekt. „Mr Jason“, begann ich gefährlich ruhig. „Und wenn es so wäre, würde das rein gar nichts an dem ändern, was Sie sind. Sie sind nicht Ihre Eltern und Sie gehen Ihren eigenen Weg“, sagte ich nachdrücklich, abwürgend. Und jetzt Schluss damit! Seien Sie lieber froh, dass der Dunkle Lord keinen Wind von so etwas bekommt, sonst sind Sie schneller Ihr Leben lang verpflichtet, als Sie schauen können.


    ,Ich versuche es. Mehr können Sie nicht verlangen.'

    Verlangen?! Beinahe hätte ich entrüstet aufgelacht. Wir verlangen gar nichts von dir; uns ist es egal, ob du hier bleibst oder fliegst, wir wollen dir helfen, Junge, du tust das hier für dich! „Tun Sie das nicht für uns, sondern für sich.“ Scharf sah ich ihm in die Augen. Merk dir das gefälligst.


    Von Severus erhielt ich Rückendeckung, bezüglich Mr Martins Adoptiveltern nachzuhaken, auch wenn nun gerade ich es war, der die Angelegenheit in die Länge zog und von den eigentlichen Formalitäten ablenkte. Aber besser einmal zu viel aufgepasst als einmal zu wenig. Aber es gab offenbar keinen Grund zur Besorgnis, wie Mr Martins Antwort offenbarte. Nur die üblichen Teenagerwehwehchen. Was ja eine gute Nachricht war, auch wenn er umsonst die Pferde scheu gemacht hatte. Zeitgleich verlor sich mein Interesse an dem Schüler aber auch schon wieder und ich zog mich tief ausatmend wieder auf meinen Beobachterposten an der Wand zurück.

    „Und es hat vermutlich auch seinen Grund, dass Sie anonym abgegeben wurden und nicht gewollt ist, dass Sie Ihre Wurzeln zurückverfolgen. Es gibt Wahrheiten, die besser verborgen bleiben, und Verbindungen, die Sie in Lebensgefahr bringen können.“ Eindringlich sah ich ihn an. Verstehst du, was ich meine? „Uneheliche Kinder namhafter Reinblüter leben beispielsweise sehr gefährlich...“ Du wärst nicht der erste, der um die Ecke gebracht wird, um den Ruf einer Familie zu schützen. Also, willst du diesen Staub wirklich aufwirbeln und die Büchse der Pandora öffnen?


    Ich nickte Severus kurz zu. „Entschuldige, ich habe dich unterbrochen. Du hast das Wort.“ Und gab wieder an ihn und das Formular ab.

Offene Buchcharaktere

Gryffindor

Parvati Patil, Katie Bell


Ravenclaw

Roger Davis, Penelope Clearwater, Padma Patil, Anthony Goldstein, Terry Boot


Hufflepuff

Ernie Macmillan, Zacharias Smith


Slytherin

Vincent Crabbe, Gregory Goyle, Astoria Greengrass, Pansy Parkinson, Baise Zabini, Marcus Flint, Theodore Nott


Professoren und Angestellte

Rubeus Hagrid, Argus Filch


Orden des Phönix

Arthur, Molly und Percy Weasley, Aberforth Dumbledore, Oliver Wood, Alastor 'Mad-Eye' Moody,


Dunkle Seite:

Lord Voldemort, Peter Pettigrew, Rodolphus Lestrange, Rabastan Lestrange, Alecto Carrow, Amycus Carrow, Corband Yaxley,


Ministerium

John Dawlish


Sonstige:

Gabrielle Delacour, Andromeda Tonks

Alle Gesuche

Teilweise ist der Account bei einigen Accounts vorhanden, frag gegebenenfalls nach. Das Passwort kannst Du im Sekretariat anfragen. Diese Liste kann stetig erweitert werden und enthält in vielen Fällen noch nicht alle Charaktere. Mehr Gesuche findest Du hier.