1997.09.30 - Man trifft sich immer "zwei Mal" im Leben

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Offene Spielzeit 1997

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  • Playtitel
    Jedes Ende ist ein neuer Anfang
    Playdatum
    30.09.1997
    Teilnehmer 1
    Vitali Vulkanow
    Nächster Poster
    Vladimir Ryerson
    Teilnehmer 2
    Vladimir Ryerson
    Handlung
    Vladimir ist nach dem Tod seiner Frau mit seiner Tochter nach Dover gezogen, da er nun eine Englische Qudditchmanschaft trainiert. Bevor er aber offiziell als Trainer anfängt, hört er sich erstmal um. Und wo erfährt man wohl am meisten? Genau im hiesigen Sportgeschäft Qualität für Quidditch. Dort trifft er zufällig auf den Treiber Vitali Vulkanow, noch wissen beide nicht, dass sie mehr verbindet, als nur die Vorliebe für Quidditch.
    Uhrzeit
    10 Uhr
    Einstieg für andere Spieler?
    Ja
  • Der Umzug war schwieriger als Vladimir zunächst angenommen hatte. Es kam ihm wie eine Flucht vor. Eine Flucht vor sich selbst, aber erhielt den Anblick des Hauses nicht aus. Wenn er morgens erwachte und die Küche aufsuchte, war es als würde Maline immer noch den Raum mit ihrem Lachen füllen. Einfach alles erinnerte ihn an sie, insbesondere das Kind, was sie zurückließ. Es hatte die blonden Locken von ihr geerbt, ebenso das Lächeln, welches momentan versteckt hinter einer Wand aus Trauer und Angst steckte. Er hatte sich geschworen, ein besserer Vater zu sein, als sein eigener es je gewesen war. Das war nicht sonderlich schwer, aber er wollte eine gute Kindheit für sie. Mit viel Freude und Lachen, nicht mit Trauer und Angst.

    Er hatte fort gemusst und verließ nun zum zweiten Mal sein Heimatland. Nur das Norwegen so viel mehr seine Heimat war, als Bulgarien es damals war. Seinen bereits unterschrieben Vertrag für die Nordische Nationalmannschaft hatte er gecancelt, eine unglaublich törichte Entscheidung, wenn man den Worten von seinem ersten Schwiegervater glaubte. Die Mannschaft aber hatte die Entscheidung verstanden und ihm sogar die Strafzahlung erlassen, wobei er sich diese auch locker hätte leisten können. Immerhin gehörte es zu den besten Trainern im Norden und das trotz seines noch recht jungen Alters. Viele Trainer waren älter als er, aber das war die Krux der Geschichte. Sie waren eingefahren, hatte ihre starren Methoden und blickten nicht mehr nach rechts oder links. Gut, Vladimir ließ sich auch nicht gerne in seine Trainingsmethoden hineinreden, aber das lag vor allem daran, dass sie oft von den anderen angezweifelt wurden. Seine Erfolgsquote sprach aber eindeutig für seine Methode.

    Leilani hatte er bei ihrem Kindermädchen gelassen. Das war auch eine Schwierigkeit gewesen. Er hatte etliche Kindermädchen gesehen und geprüft, mehrmals. Die Verantwortung für Leilani in andere Hände zu geben, war ihm sehr schwergefallen und er hatte dafür gesorgt, dass das Haus sicher mit Schutzzaubern umgeben war. Auch wenn sie seit dem Tod seiner ersten Frau, in Frieden gelebt hatten, trug er immer noch die große Angst im Herzen, dass Leilani etwas passieren könnte. Das würde er möglicherweise nicht überleben.

    Nach langem Suchen war Vladimir fündig geworden. Er kontrollierte immer noch viel, aber das schien sie nicht zu stören. Zudem baute auch Leilani langsam eine Beziehung zu ihr auf, sodass er anfing ihr zu vertrauen. Wenn auch nur langsam.


    Sein Weg führte ihn am frühen Vormittag nach London. Er kannte England bisher nur aufgrund einiger Spiele, hatte damals aber nicht wirklich Zeit gehabt, um sich umzusehen. Sein Ziel heute war das Sportgeschäft Qualität für Quidditch in der Winkelgasse. Wenn man über etwas Bescheid wissen wollte, dann half es oft den Ort aufzusuchen, wo die meisten Gerüchte oder Informationen ausgetauscht wurden und bei Quidditchspieler und -fans, war es oft das Sportgeschäft. Dort könnte er einigen Gespräche lauschen und sich durch diese Quidditch Magazine blättern, die oft mehr Klatsch als wirkliche Informationen übers Quidditch erhielt. Aber für eben jenen Klatsch hatte er sich indessen auf den Weg gemacht. Er musste wissen, wie die Quidditchwelt in England funktionierte, bevor er als Trainer auftrat.

    Der Laden war leicht zu finden und es tummelten sich schon einige Personengruppen in dem Laden, als er sich näherte. Er hatte sein Jackett, welches er wirklich gerne über dem Hemd trug, zu Hause gelassen und trug daher nur ein schwarzes Hemd mit Jeans, aber auch das ließ ihn stylischer aussehen, als die meisten anderen Personen, die in diesem Laden waren. Vielleicht hätte er sich für sein Vorhaben noch Laissez-fairer kleiden müssen. Seine Kleidung, sein Aussehen und Auftreten schrie schon beinahe nach Trainer oder ähnlichem.

    Beim Näherkommen erkannte Vladimir auch, wieso so ein Tumult beim Laden war, scheinbar trieb sich dort in der Nähe auch bekannter Quidditchspieler herum.

  • Ich hatte durch Zufall etwas in der Winkelgasse zu erledigen. In dem Laden Qualität für Quidditch hatte mein alter Verein einen Termin. Das wusste ich nicht. Samt Pressekonferenz. Und wie Gevatter Zufall es wollte, musste ich da unbedingt in die Straße kommen. GANZ TOLLES Timing. Irgendein kack Reporter hatte mich entdeckt und das hatte natürlich Fragen gegeben. FUCK OFF! Mein Weggang von den Ballybats Castles wurde direkt thematisiert. "Kein Kommentar", sagte ich trocken, schob mir die Sonnenbrille ins Gesicht, die meinen Blick verbarg. Das Haar trug ich etwas zurückgegelt. Es wirkte aber noch trotzdem ein wenig unordentlich. Es war nicht so viel, dass man meinen konnte, darauf gleich eine volle Tasse Tee gefahrlos abstellen zu können. Den Fehler hatte ich zuletzt mit vierzehn oder fünfzehn Jahren begangen. Ich wurde ebenso wie der alte Trainer von verschiedenen Seiten bedrängt. Plötzlich geriet die Masse aber in Panik. Ein Feuer brach aus! Jetzt mussten wir schnell unsere Ärsche hier rausbewegen. Ich griff mir kurzerhand ein herrenloses, kleines Mädchen, das seinen Eltern fortgelaufen war und heulte wie ein Schlosshund. Ihr Klagen ging im allgemeinen Geschrei jedoch unter. "Ist gut kleine, ich bringe Dich hier raus." Ein Kind hatte nicht verdient, hier draufzugehen. Ich sollte ja nicht ahnen, wem der Racker hier gehörte...

  • Vladimir beschloss, den Trubel erstmal aus der Entfernung in Augenschein zu nehmen. Er war gerne auf alles vorbereitet und musste jetzt nicht in eine Pressekonferenz der Ballybats Castles platzen. Da war die Gefahr dann doch zu groß, dass jemand ihn als Ex-Trainer der Karasjok Kites erkannte. In Norwegen war seine Kündigung und Wechsel in aller Munde gewesen, besonders wo er so spontan den Vertrag mit der Nationalmannschaft gecancelt hatte. Er wusste nicht, was davon bereits nach England geschwappt war und so hielt sich Vladimir erstmal im Hintergrund.

    Er war sich auch noch nicht sicher, ob dieses Spektakel seinem Vorhaben zugutekam oder nicht. Aber er hatte sich den Vormittag freigehalten, sodass er nicht in Eile war und sich die Zeit nehmen konnte.

    Wie der Zufall es wollte, kreuzte ein weiterer Quidditchspieler die Traube aus Reportern, Fans und den Spieler der Ballybats Castles. Von seiner Position aus, konnte er leider nicht erkennen, wer es war, hörte aber anhand der Fragen, dass dieser wohl vor kurzem die Ballybats verlassen hatte. Vielleicht war er doch zur rechten Zeit am richtigen Ort. Dem Gemurmel der Fans entnahm er, dass es sich um den Treiber Vitali Vulkanow handelte. Interessant.

    Bevor Vladimir aber weiter dem Klatsch und den Fragen der Reporter lauschen konnte, schrien auf einmal die ersten Menschen los und stürmten panisch aus dem Laden. Seine Stirn legte sich in Falten: Hatte dort jemand einen Klatscher los gelassen?

    Plötzlich strömte auch die Menschenmenge vor dem Laden panisch davon, mit ohrenbetäubendem Geschrei.

    Es brauchte schon einiges um den Profi-Trainer panisch werden lassen, ein Feuer gehörte nicht dazu. Bei Merlins Bart, das hier war ein Haufen aus Hexen und Zauberern. Man sollte meinen, die würden mit einem kleinen Feuer doch zurechtkommen, stattdessen benahmen sie sich wie ein Haufen Heuschrecken. Vladimir brachte sich gerade in Sicherheit vor dem Menschenstrom, als er einen allzu bekannten Schrei hörte, gefolgt von einem »Pappa«. Und das, obwohl sie gar nicht mit ihm unterwegs war. Kalter Angstschweiß brach bei ihm aus und er durchsuchte mit seinem Blick die Menge, nach einem kleinen blonden Lockenkopf. Er hatte die Hoffnung er habe sich verhört und das war nicht der schrei seiner Tochter gewesen. Immerhin sollte sich diese sicher bei ihrem Kindermädchen in Dover befinden. Weit genug entfernt von diesem Chaos und in Sicherheit. Eine Pressekonferenz mit verrückten Fans, war alles andere als sicher. Was da alles passieren könnte, könnte er vermutlich nicht einmal an fünf Händen aufzählen und da war ein Brand noch nicht mal dabei. Doch das »Pappa«, konnte eigentlich zu niemand anderen gehören. Das bestätigte sich auch, als er den Lockenkopf auf dem Arm eines Mannes erblickte. Bei ihm schrillten sofort die Alarmglocken.


    Während er sich durch die Menschenmenge kämpfte, die natürlich genau in die andere Richtung wollte als er, verfluchte er das Kindermädchen. Sie hatte strikte Anweisungen und er zahlte ihr bei Merlins Bart nicht gerade wenig - um genau sowas zu verhindern. Er würde sie auf der Stelle kündigen und würde sich dann wieder auf die Suche begeben müssen. Ausgerechnet kurz bevor er seine Stelle offiziell antrat, wie sollte er so schnell jemand neues finden, der zu Leilani eine Beziehung aufbaute und dem ER vertraute? Das schien beinahe unmöglich.

    Als er es endlich aus der Menschenmenge hinausgeschafft hatte, sah er sich nach dem Mädchen um. Sie war wohl die einzige Person in seinem Leben, die ihn so aus dem Konzept bringen konnte und panisch werden lassen konnte. Am Rand erblickte er dann das weinende Kind und einen etwas ratlos aussehenden Mann. Vladimir atmete tief durch. Kein Entführer. Der würde jetzt nicht hier stehen.

    Da erblickte die blauen Augen des Mädchens ihn und rannte auf ihn zu. So aufgelöst, hatte er sie zuletzt erlebt, als ihre Mutter verstorben war und er verfluchte sich und das Kindermädchen dafür. Von dieser gab es bisher auch noch keine Spur. Vladimir nahm das Mädchen auf den Arm und flüsterte ihr beruhigend auf Norwegisch zu. Sie verstand Norwegisch oder Bulgarisch besser als Englisch. Dann trat er auf den Mann zu und grüßte ihn mit einem Nicken. "Vielen Dank, Mr…?" Er hatte ihn dann natürlich erkannt, aber manchmal war Unwissenheit besser. Leilani drückte schniefend ihren Kopf an seine Schulter und er strich Ihr beruhigend über den Rücken. Sie gaben jetzt vermutlich ein witziges Bild ab. Er mit schwarzem Hemd und dunkler Jeans trug ein Kind auf dem Arm, welches ein pinkes Prinzessinnenkleid trug. Sie liebte diese Kleider, für gewöhnlich trug sie diese aber nur Zuhause. Zudem hatte sie die blonden Locken und blauen Augen ihrer Mutter geerbt. Dafür seinen Hautton. Eine interessante Kombi.

  • Vladimir Ryerson

    Hat den Titel des Themas von „1997.09.30 - Jedes Ende ist ein neuer Anfang“ zu „1997.09.30 - Man trifft sich immer "zwei Mal" im Leben“ geändert.
  • Das kleine Mädchen quietschte ein aufgeregtes Papa und sauste los, als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Es dauerte nur wenige Minuten, dann hatte sich das weinende Kind in die Arme eines Mannes im schwarzen Hemd und dunkler Hose geflüchtet. Er war in etwa so groß wie ich. Ernstes Gesicht, dunkle Haare. Er nickte mir zu, bedankte sich und fragte nach meinem Namen. "Vulkanow" lautete meine ruhige Antwort. Eine tiefe Stimme, die er in meinem Brustkorb vibrierte. Das Mädchen war jedenfalls deutlich auffälliger als ihr Vater gekleidet. Da bekam die Kleine große Augen und spuckte meinen Namen so einfach aus, dass ich wusste, sie musste einen osteuropäischen Hintergrund haben. Vielleicht war ihr Vater auch ein Landsmann. Das ließ sich anhand eines Wortes aber nicht beurteilen. Ich ahnte ja nicht, dass ich eben meine NICHTE auf dem Arm gehabt hatte und ich hier auch noch meinem ältesten Bruder gegenüberstand. "Du hast aber ein sehr buntes Kleid an," ich zwinkerte der kleinen zu. "Das hat Deinem Papa geholfen, Dich in dem ganzen Chaos hier wiederzufinden, hm?" Das Mädchen zitterte nämlich noch immer vor lauter Angst und beruhigte sich nur langsam. Als Kind hatte ich binnen meiner ersten zwölf Lebensjahre selbst Angst erlebt, brutal, widerlich und ekelhaft. Kinder sollten Spaß haben und ein schönes Leben dazu. Aber das bunte Kleidchen verriet, sein Vater dachte anders, kinderfreundlich. "Und Sie beide sind?", fragte ich ruhig, ehe ich dann noch vorschlug, "sollen wir besser weg von dem Trubel?" Ich beobachtete ihn nun genauer. Definitiv Osteuropa. Ich sollte ja nicht ahnen, dass wir aus demselben Familienstall stammten. "Es scheint so, als sei die Kleine weggelaufen?"

  • Vladimir hielt seine Tochter fest im Arm und war in nächster Zeit nicht bereit, sie wieder loszulassen. Der Schreck am späten Morgen reichte dem Bulgaren. Zudem konnte sich Leilani auch nur langsam beruhigen und zitterte noch immer in seinen Armen. Sie war eine Menschenmenge auch nicht gewöhnt, erst recht keine, die in Panik geriet. Sie wuchs behütet bei ihrer Mutter Zuhause auf, zumindest bis diese im Frühjahr verstorben war. Dann hatte sich einer seiner Schwiegermütter um sie gekümmert, er auch mit den Eltern seiner ersten Ehefrau noch eine enge Beziehung und sie liebten Leilani wie ihr eigenes Enkelkind. Wenn er wieder in Dover war, würde er seiner Schwiegermutter eine Eule schicken, mit der Bitte sich ein Weilchen um Leilani zu kümmern, bis er ein neues Kindermädchen gefunden hatte. Das jetzige würde er unter keinen Umständen mehr in die Nähe seiner Tochter lassen. Er hatte das Kindermädchen auch noch nicht ausmachen können, was in innerlich immer mehr vor Wut kochen ließ. Wie konnte sie so unverantwortlich handeln! Er war dem Mann wirklich dankbar, wer weiß was sonst hätte passieren können. Dass es sich bei den Mann um seinen eigenen, eigentlich verstorbenen, Bruder handelte, konnte Vladimir nicht ahnen.


    Leilani wurde Zuhause mehrsprachig erzogen. Seine Frau hatte mit ihr vor allem Norwegisch gesprochen, er mit ihr Bulgarisch, um ihr etwas von seinen Wurzeln mitzugeben, auch wenn er seinem Land ansonsten den Rücken zugekehrt hatte. Leilani schien ein Talent für Sprachen zu haben. So verstand sie auch Englisch schon ziemlich gut, antwortete aber vermehrt noch auf Norwegisch oder Bulgarisch. Als ihr Gegenüber seinen Namen nannte, hob Leilani neugierig ihren Kopf und wiederholte seinen Namen. Sie wiederholte gerne Wörter, oder in diesem Fall Namen, die sie noch nicht kannte. Leilani hatte sich noch nicht völlig beruhigt, ihr Körper zitterte noch immer, aber es hielt sie nicht davon ab, sich selbst vorzustellen. Sie hielt sich an ihrem Vater fest und fühlte sich dort sicher genug, mit einem Fremden zu reden. "Kazvam se Lani", stellte sie sich auf Bulgarisch vor. (Ich heiße Lani). Vladimir wusste, dass der Treiber ebenfalls bulgarische Wurzeln hatte und nahm somit an, dass er Leilani auch so verstand und er nicht übersetzten brauchte.


    "Angenehm. Vladimir Ryerson.", stellte sich dann auch Vladimir selbst vor und stimmte dem Treiber zu, diesen Trubel zu verlassen. Mittlerweile schien auch irgendjemand zur Besinnung gekommen zu sein und das Feuer zu löschen. Aber trotzdem herrschte auf der Straße noch reges Treiben. "Wo ist Ana, Leilani?", fragte er seine Tochter, während sie sich vom Trubel entfernten.

    Dann fragte Vulkanow, ob Leilani weggelaufen wäre. So genau wusste es der Bulgare bisher auch nicht, wie Leilani überhaupt in die Menschenmenge gekommen war. Etwas, was ihm ganz und gar missfiel. "Sie sollte eigentlich Zuhause mit ihrem Kindermädchen bleiben. Ich würde sie nie mit in so eine Menschenmenge nehmen", stellte er sogleich klar. Eine Menschenmenge wäre nicht sicher gewesen, wie man jetzt sah. Aber selbst wenn, hätte er sie sicher nicht aus den Augen verloren.

    "Ne znam. Iskashe avtograf ot Ball..Ballycats. Togava te vidyakh.. Yadosan li si mi?" (Ich weiß nicht. Sie wollte ein Autogramm von Ball..Ballycats? Dann hab ich dich gesehen. Bist du sauer auf mich?) Es war niedlich, was sie aus dem Namen der Ballybats Castles gemacht hatte. Bei ihrer letzten Frage, traten ihr wieder Tränen in die Augen und er versuchte sie zu beruhigen, noch mehr Tränen wollte er nicht bei ihr sehen. "Nein, nicht auf dich." Das meinte er ehrlich, dafür war er umso wütender auf Ana, das Kindermädchen. Er hoffte für sie, sie würde sich jetzt nicht blicken lassen, sonst könnte sie etwas anhören. Sie hatte es zu verantworten, dass Leilani Angst gehabt hatte. Er wollte gar nicht wissen, wie eine panisch werdende Menschenmenge auf so kleines Mädchen wirken musste. Vladimir atmete tief durch, er durfte wirklich nicht daran denken, was noch alles hätte passieren können.


    "Ich kenne mich hier noch nicht so aus. Gibt es hier ein Café oder ähnliches, wo nicht so viele Menschen sind?", fragte er dann Vulkanow. Er war zwar vorhin durch den tropfenden Kessel gekommen, aber das war nicht unbedingt der Ort, wo er mit Leilani hingehen würde. Zudem wollte er weg von den ganzen Menschen und auch die Gefahr minimieren, dass ihn doch ein Reporter oder jemand anders als Trainer erkannte. Das Letzte, was er wollte, war Leilani am Ende in irgendeiner Zeitung zu finden. Bisher hatte er sie sehr gut vor der Presse geheim halten können. Und das wollte er heute nicht ändern.

  • Der Schrecken war dem Mann noch bestens anzusehen und nur allzu verständlich. Normalerweise gehörte der Feuertod oder allein die Möglichkeit für einen solchen nicht in den Alltag des landläufigen Wald- und Wiesenzauberers. Als solcher machte er mir aber auch nicht den Eindruck, sodass ich vermutete er ging einer etwas anderen Arbeit nach, als in einem Cafe oder Restaurant den Service zu schmeißen. Die Kleidung, die er trug, war zu hochwertig. Das konnte sich nicht ein ärmerer Mensch leisten. Er wirkte aus irgendeinem Grund recht streng, aber in den Fingern des kleinen Mädchens war er so weich wie Butter in der Wüste. Das Kind drückte sich verängstigt, schutzsuchend an seinen Vater und stellte sich dann doch noch auf Bulgarisch vor. Ich antwortete in derselben Sprache, mit einem kleinen, nonchalanten Lächeln, "I az sŭm Vitali"(1).

    Dann erfuhr ich auch den Namen des Vaters. "Vulkanow, Vitali reicht", gab ich leise dem Landsmann zu verstehen. Wer war Ana? Seine Frau? Aber bevor ich fragen konnte, war da auch schon die Antwort. Das Kindermädchen. Ob er wohl dachte, ich ginge davon aus, dass er ein schlechter Vater sei? Vielleicht. Er wirkte irgendwie übervorsichtig. Das Mädchen klärte auch auf, wie es denn überhaupt kam, dass sie hier gelandet war. "Znachi tya iskashe avtograf ot edin ot igrachite na Ballybats Castles? Te ponyakoga sa mnogo blizki s fenovete i bŭrzo se svŭrzvat. Tova e dobre" (2) , klärte ich auf. Irgendetwas sagte mir, dass die beiden noch nicht lange im Land waren und daher nicht mit den Eigenarten des Vereins vertraut waren, sofern sie sich überhaupt für den professionellen Sport interessierten. Ich ahnte nicht, dass Vladimir und ich tatsächlich nicht nur verwandt, sondern auch noch im selben Dunstkreis einer Karriere gelandet waren. Dass er noch nicht wusste, wo man hier gut essen konnte, sprach erneut für meine Vermutung. "Razbira se. Poznavam malko kafene na okolo dva kilometra ottuk. Mnogo e priyatno i za detsa, zashtoto ima kŭt za igra."(3) Natürlich gäbe es nähere Lokalitäten, aber die waren nicht so kinderfreundlich. Dank eines Kollegen, den ich hier schon einmal getroffen hatte, kannte ich das Café. Auf dem Weg kamen wir durch einen hübschen, kleinen Park. Auf dem Weg konnte er die kleine gewiss ein wenig laufen lassen. Wir kamen an einer Schaukel vorbei.


    (( Übersetzung


    (1) Bulgarisch, Übersetzung: Und ich bin Vitali

    (2) "Sie wollte also ein Autogramm von einem der Spieler der Ballybats Castles? Die sind mitunter sehr nah an den Fans dran und gehen schnell auf Tuchfühlung. Das kommt halt gut an"

    (3) "Klar. Ich weiß ein kleines Café gut zwei Kilometer von hier entfernt. Das ist auch echt recht schön für Kinder, weil es eine Spielecke gibt."


    ))

  • Vladimir würde seiner 40-seitigen Befragung, wohl eine weitere Frage hinzufügen müssen. Gut, es waren nicht ganz 40 Seiten. Er wollte es ja nicht übertreiben. 35 Seiten taten es wohl auch. Sollte er lieber gar keinen Quidditchfan einstellen? Wer hätte gedacht, dass es so schwierig werden würden ein vernünftiges Kindermädchen zu bekommen? England war dabei sehr merkwürdig. Es gab hier, für Muggel, ganze Schulen für Kindermädchen, damit sie für irgendeinen »Adel« angestellt werden konnten. Für Zauberer gab es das nicht, es gab auch nicht unbedingt viele Hexen, die diesen Beruf ergriffen und dabei noch eine vernünftige Schulbildung genossen haben. Vielleicht sollte er seiner Schwiegermutter die Auswahl überlassen, er würde vermutlich jetzt jedes Kindermädchen zu Tote überprüfen und es dann doch nicht nehmen..

    Nur weil Vladimir wusste, dass er bei diesem Thema verdammt anstrengend war, änderte es leider nichts daran. Er wollte nicht auch noch die letzte Person in seinem Leben verlieren, die ihm etwas bedeutete. Das würde er kaum verkraften.


    Leilanis Gesicht hellte sich auf, als Vitali anfing, mit ihr bulgarisch zu sprechen. Sie hatte bisher, äußerst selten jemand getroffen, der bulgarisch beherrschte. Wenn Vitali Pech hatte, durfte er sich gleich einen Redeschwall von ihr anhören. Leilani war sonst ein sehr lebhaftes und gesprächiges Kind, etwas, was nach dem Tod ihrer Mutter manchmal noch gehemmt war.

    Als er dann erzählte, dass die Ballybats gerne auf "Tuchfühlung" gingen, hoffte er nur, dass Ana, dass nicht im Sinn gehabt hatte. Er hatte nicht vor, nach dem Kindermädchen zu suchen. Es sprach schon einiges für sie, dass sie bisher nicht zu der Gruppen gestoßen war.

    Für ihn konnte das Restaurant fast nicht weit genug entfernt sein, er wollte Leilani am liebsten so weit wie möglich weg von diesem Trubel wissen und gleichzeitig wollte er sie eigentlich nicht aus den Augen lassen. "Das klingt gut. Sie sind natürlich eingeladen." Vladimir hoffte so auch ein klein wenig mehr über die hiesige Quidditchwelt zu erfahren. Nachdem sein erster Plan nicht aufgegangen war, war so seine Reise vielleicht nicht umsonst gewesen.


    Leilani hatte Vitali genau zugehört und begann nun auch ihren Redeschwall: "Kharesvate li kuidich? Mama smyatashe, che tova e glupavo. Tya kaza, che vsichki igrachi na kuidich sa glupatsi. No ne tryabva da kazvam tova na tatko." (1)

    Darüber musste sogar Vladimir leicht schmunzeln. Ja, sie war nicht wirklich ein Fan von Quidditch gewesen, aber als Heilerin hatte sie auch genug Unfälle gesehen, um diese Aussage tätigen zu dürfen und bei manchen hatte sie wohl auch nicht ganz unrecht. Wirklich lange wartete sie aber nicht auf eine Antwort, denn sie entdeckte den Spielplatz und zappelte in Vladimirs Armen, bis er sie absetzte und sie losflitzen konnte. Natürlich nur unter den sorgsam wachenden Augen von Vladimir. "Sie versteht Englisch, möchte es aber noch nicht sprechen. Wobei sie sich wahrscheinlich auch darüber freut, mit jemand anderen Bulgarisch zu sprechen", erklärte Vladimir. Er sprach, seitdem sie in England war, fast nur noch Englisch mit ihr, damit sie die Sprache lernte. Immerhin würden sie einige Zeit hier bleiben.

    Hinter sich hörte Vladimir ein aufgeregtes Rufen und drehte sich um. Eine Frau lief auf sie zu. In einer Hand hielt sie ein Stück Papier, welches beim genaueren Betrachten auch ein Autogramm sein konnte. "Oh Gott. Sie ist hier, ich hab sie schon überall gesucht!" Erst dann schien sie zu realisieren, bei WEM sie war. "Mr. Reyerson. Ich äh.." Vladimir zog einfach nur eine Augenbraue hoch und ließ sie erst etwas herumstammeln, bevor er ihr antwortete. "Ihre Dienste werden nicht weiter benötigt. Ich werde mich nach einem neuen Kindermädchen umschauen", war seine eisige Antwort. Es schien, als wollte sie noch etwas erwidern, aber sein Blick reichte scheinbar aus, um sie zum Schweigen zu bringen. "Ich.. Verstehe. Es tut mir leid, Mr. Reyerson.."

    Vladimir hätte ihr am liebsten alles Mögliche um den Kopf geworfen, aber wusste das Leilani nicht weit war und er wollte nicht, dass sie es mitbekam. Daher wandte er sich dann einfach von ihr ab und ließ Ana stehen. Während Vladimir mit Ana sprach, war Leilani wieder zu Vitali gekommen und fragte ihn nun mit einem leicht scheuen, aber doch fröhlichen Lächeln: "Idvash li s lyulki?" Kinder stecken so einen Schreck oft schneller weg, als die Erwachsenen. Für sie war jetzt alles wieder gut, wenn ihr Vater in der Nähe war.



    (1) Magst du Quidditch? Mama fand das doof. Sie sagte Quidditchspieler sind alles Dummköpfe. Aber das soll ich Papa nicht sagen.

    (2) Kommst du mit Schaukeln?

  • Ich sah, dass der Mann gerade durch die psychische Hölle gegangen war und sich freute, dass er seine Tochter wieder in die Arme schließen konnte. Er liebte das Kind - unübersehbar. Kinder waren in jedem Fall lustig, süß oder auch mal frech. Manche meinten auch, dass sie Wahrheit kundtaten. Die Tatsache, dass ich Bulgarisch sprach, brachte das Mädchen zum Strahlen. Es schien zu überlegen, wie viel es reden durfte. Aber noch kam da nicht so viel. Noch. Ich war mir sicher, dass sie noch auftauen würde. Der Mann wollte mich unbedingt einladen. Wir Bulgaren waren meistens ein sehr höfliches Volk. Normalerweise würde ich so etwas ablehnen, weil es mir unangenehm war und der Anstand gebot es auch, das zunächst zu tun. Lange sah ich ihn an. In seinen Augen lag eine so dringende, wie auch verzweifelte Bitte, dass man meinen könnte, er würde gleich losheulen, wenn ich es verweigerte. Es dauerte eine Minute, ehe ich nickte. "Also gut, ich sehe Sie bestehen da drauf und sind mindestens so stur wie ich selbst, oder? Damit es nicht vor Ihrer Tochter in eine Diskussion ausartet und sie sich sowas gar abschaut, sage ich in Ordnung." Ich grinste ein bisschen. Die Minis waren in so etwas nämlich ziemlich schnell.


    Die Tochter des Riesen sauste kurz darauf wild umher. Ah, sie schien ein Temperamentsbolzen zu sein. Wer sollte auch ahnen, dass ich hier meinem großen Bruder sowie meiner kleinen Nicht gegenüber stand. Sie nicht und ich auch nicht. Ich begann zu lachen, als die Kleine fragte, ob ich Quidditch mochte und das ihre Mutter der Meinung war, das wären alles Dummköpfe, ich dies aber nicht dem Vater sagen wollte. Ich ging in die Hocke, zwinkerte ihr zu und grinste, "No, razbira se, kharesvam kuidich. Az sŭshto igraya. No kazhi mi kak da razpoznaesh glupaka? Ima tolkova mnogo khora, poveche ot strŭkcheta treva tuk v parka."(1) Ich sprang nun absichtlich zurück ins Englische, da ich vermutete, dass sie mehr Englisch lernen sollte. "Dummköpfe sind manchmal auch nur so dumm, weil sie nicht einen so tollen Papa haben wie deinen, weißt Du das?" Ob sie dahinter stieg?


    (1) ((Bulgarisch; Aber klar mag ich Quidditch. Ich spiele auch. Doch sag mal, woran erkennst Du denn einen Dummkopf? Es gibt doch so viele Menschen, mehr als Grashalme hier im Park.))


    Dann hörten wir ein Rufen. Es war der Kindermädchen. Oh Gott, die Trulla hatte ich schon mal hinter mir auf dem Besen gehabt bei einem der Fantage der Mannschaft. Ich empfand sie eher als unangenehm. Der Mann kündigte der Frau auf der Stelle. Das konnte ich gut verstehen. Währenddessen wollte das Kind schaukeln und ich leistete dem Wunsch Folge. So vergingen einige Minuten, in denen das Mädchen vor Vergnügen quietschte wie eine Quietscheente. Zum Glück waren meine Ohren einiges gewohnt und ich stöhnte nicht sofort auf. Doch bald wollte die Kleine weiter, wollte abspringen, was ich aber verhinderte, indem ich die Ketten stoppte und dann das Kind herunterhob. Wir gingen weiter zum Café. Dort angekommen, bekamen wir schnell die Karte. Ich überließ dem anderen den Vortritt, zumal er auch der ältere war. Auch das gebührte die Höflichkeit. Zum Glück hatte das Café annehmbare Preise und trotzdem ganz gute Qualität. Familienfreundlich eben.

  • Leilani hatte von ihren beiden Elternteilen das Temperament geerbt. Zudem die Sturheit ihrer Mutter, die seiner nichts nach stand und seinen Bewegungsdrang, den auch er als Kind damals gehabt hatte. Anders als bei ihm, ließ er sie aber so viel toben wie er wollte, passte dabei nur auf, dass sie sich selbst nicht weh tat. Dabei war er bei ihr manchmal etwas übervorsichtig. Dabei wusste Vladimir, dass Kinder fallen durften, sich die Knie aufschürfen durften und sich ausprobieren sollten. Ihm war es lieber, sie probierte sich aus, ohne sich dabei zu verletzten. Entgegen seiner Körpersprache, konnte man ihm, wenn man ihn mit Leilani sah, oder ihn über sie reden hörte, leicht annehmen, dass Vladimir eine zu weiche und laszive-faire Person war. Eher jemand, den man als Weichei bezeichnen könnte. Auch wenn sein Auftreten im ersten Moment anders war genommen wurde, sein Auftreten war resolut und zeugte von einer Menge Disziplin. Die er allerdings nicht in der Erziehung des Wirbelwindes steckte. Ein Grund, warum einige Personen dazu neigten, ihn zu unterschätzten. Scheinbar vergaßen manche gerne, dass ein Mensch bei seiner Familie anders agieren konnte, als mit den Menschen, mit denen er beruflich zu tun hatte. Noch kannte man ihn in England zwar kaum, aber das würde sich ändern, wenn er offiziell die Trainerstelle angetreten war. Dann würden auch eben jene Personen erfahren, dass er sehr wohl resolut sein konnte.

    So war auch seine Einladung an Vitali weniger eine Frage, sondern entsprach eher einer Tatsache, die nur in einer höflichen Umschreibung, die einer Frage, aufgemacht war. Seine Antwort nahm der Bulgare mit einem kleinen amüsierten Schmunzeln zur Kenntnis und nein, bei einer Absage, hätte man bei ihm sicher keine Tränen gesehen. Die letzten Male wo man solche, bei ihm gesichtete hatten, waren bei dem Tod seiner Ehefrauen. So war in seiner geplanten Zukunft auch kein Platz mehr für eine weitere Frau. Er und Leilani, so würde es in Zukunft aussehen, mithilfe seiner Schwiegermütter, die sich beide gerne um sie kümmerten und ihm eine große Hilfe waren.


    Vitali war so freundlich auf Leilanis bitte mit dem schaukeln einzugehen. Nachdem der Treiber seine Tochter aus einem Menschengewirr geredet hatte, traute er ihm das auch zu. Er schien allgemein ganz gut mit dem Kind auszukommen. Auch Vladimir ahnte nicht, dass er gerade seinen jüngsten Bruder zusammen mit seiner Tochter beobachtete.

    Der Weg zum Café war wirklich nicht allzu weit. Dort angekommen, ließ der Treiber ihm den Vortritt und er fragte nach einem Tisch für drei Personen. Sie bekamen einen Platz in der Nähe der Kinderspielecke, in die Leilani auch gleich abbog. Vladimir beobachtete sie einen Moment, bevor er sich an den Tisch setzte. Von hier hatte er noch einen guten Blick auf sie. Beim setzten, fiel ihm seine Geldbörse aus der Hosentasche und schlitterte über den Boden in Vitalis Richtung. Zwei Bilder von jeweils einer Frau, fielen heraus. Das erste Bild zeigte seine erste Ehefrau, die vor ungefähr zehn Jahren von seinem Vater ermordet wurde. Das andere Bild zeigte seine letzte Ehefrau zusammen mit Leilani.

    Vladimir fluchte innerlich und hob die Geldbörse auf, die beiden Bildern waren direkt vor Vitalis Füßen zum Liegen gekommen. "Meine erste und zweite Ehefrau, leider beide bereits verstorben", sagte Vladimir mit einem traurigen Lächeln, als Vitali beide Bilder aufhob. Es waren keine Informationen, die besonders wertvoll waren. Aber für gewöhnlich wurden andere ebenfalls redseliger, wenn man zuerst etwas von sich selbst preisgab. "Deswegen sind wir nach England gezogen, wir brauchten einen größeren Tapetenwechsel." Genau in dem Moment kam die Kellnerin und brachte beiden die Speisekarte, die Vladimir mit einem danke annahm. "Was ist mit Ihnen? Was hat sie nach England gezogen?", fragte er dann den Bulgaren.

  • Der junge Vater war wirklich besorgt um seine kleine Tochter und schien sie mehr als nur ein bisschen zu vergöttern. Süßer kleiner Fratz. Wir waren froh, dass nun erst einmal im Café saßen, weg vom Trubel und der ganzen Aufregung. Die Karte war auch recht angenehm. Die kleine Leilani wurde von der Spieleecke gerade zu magisch angezogen. Ich lächelte, "da kann sie sich gut austoben." So gleich entdeckte das kleine Mädchen ein niedlich hergerichtetes Häuslein und spielte friedlich mit einem anderen Kind. Mir entging nicht, wie der andere sich nun etwas entspannen konnte. Er musste einen Fulltime Job haben, mit der kleinen und trotzdem noch einer Arbeit nachgehen - irgendwie. Ohne Großeltern im Rücken ging da wohl gar nichts, wenn er offenbar keine Frau hatte. Dann fiel mir seine Geldbörse vor die Füße, die ich aufhob und ihm zurückgab. Ich sah, wie er traurig lächelte. Und ich? Ich begann zu zittern. "Zwei hübsche....." Dann drohte ich beinah zusammenzubrechen. Ich schwitzte wie bekloppt, versuchte die Gedanken zu ordnen. Mir war klar, WEM ich hier gegenüber sitzen MUSSTE, denn ich hatte die eine Frau sofort identifizieren können als die, die meine Eltern verscharrt hatten und deren Fahndungsfoto ich schon einmal in den Ministeriumsakten vor all den Jahren gesehen hatte. Sogar dieses Foto war mit in den Unterlagen gewesen. Kein Zweifel. Ich war kalkweiß geworden. Die nächsten Worte rauschten an mir vorbei, ich antwortete aber trotzdem. "Ich kam mit zwölf ins Land, also vor zwölf Jahren. Adoptiert." Mechanisch. Dass ich adoptiert war, war bekannt und stand in Zeitungen für Fans. Woher ich genau kaum? Waisenhaus hieß es dann. Mehr nicht. Nur, dass ich vor einer Kirche gefunden worden war - als Säugling. Ich seufzte leise und deutete auf die Frau, weil mir klar war, dass meine Reaktion zu auffällig war, um sie so zu verbergen. "Ich kenne diese junge Dame hier", sagte ich leise. Uff. Das war schon eine Keule. Für uns beide. Mitten in den Magen um genau zu sein. Was wollte er hier? Wie was wo? In meinem Kopf spielten die Gedanken Klatscher auf Aggressionskurs.

Update: 27.03.2022 - Nächster Poster

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