Beiträge von Severus Snape

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    Ich ließ Lucius nicht los. So sehr er mir auch seine Worte der Verzweiflung entgegen schleuderte, meine kräftigen Finger umschlossen weiter sein Kinn und mein Unterarm drückte nach wie vor seine Brust an die kalten Mauern. Lybis? Tybis? Wovon sprach diese Stimme, die sich den Körper meines einst besten Freundes zu Eigen gemacht hatte? Wäre ich nicht derart damit beschäftigt gewesen, den zappelnden Lucius, der sogleich enorme Kräfte entwickelte fest zu halten, hätte ich mich Sybill -prüfend, ob sie verstand, wovon er sprach - zugewandt.

    In seinem Blick war eine gewisse Zerrissenheit zu erkennen, komm schon irgendwo da drin musst du sein.

    Er schloss die Augen, fiel in sich hinein... wohin auch immer. Ich konnte nicht einmal mit Gewissheit sagen, ob meine Worte ihn erreichten oder doch einfach nur wie all der Staub ungehört im Raum liegen blieben.


    Nach einigen Augenblicken, die mir vorkamen wie unendlich währende Stunden, sah er mich durch kleine Schlitze an. Die Stimme wehrte sich noch einmal, versuchte ihm einzureden, dass ich nicht die Wahrheit sprach. Doch ich schüttelte den Kopf, Du weißt, ich lüge nicht. Ich habe meine Geheimnisse und behalte viel für mich, aber nie würde ich lügen. Vorher würde ich mich noch umdrehen und einfach verschwinden ohne die mir gestellte Frage zu beantworten.

    ,,Es ist so oft schief gegangen..." und es hatte uns beide getroffen. Jedem von uns hatte in unserer Laufbahn ein misslungene Projekt ereilt... ,,Warum hätte ich dich ausgerechnet dieses eine Mal im Stich lassen sollen?" Ich habe dich nie im Stich gelassen und ich werde dich nie im Stich lassen wenn du mich brauchst.

    Ich bemerkte, wie sich ein weißes Netz um uns wobei- Trelawney? Ich hatte keine Zeit es mir genauer anzusehen, aber es schien mir, als wollte sie uns vor irgendetwas schützen. Immer wieder sah ich, dass schwarze Fäden um uns herum flogen.


    Kurz sah er mir in die Augen, als wären meine Worte zu ihm durchgedrungen, als hätte ich das, was von ihm übrig war erreicht. Doch nur Augenblicke später legten sich seine plötzlich doch relativ starken Hände an meine Gurgel. Langsam spürte ich, wie das Blut nicht mehr durch meine Adern floss... bevor ich keine Luft mehr bekam, drohte ich, aufgrund mangelnder Blutzufuhr in mein Gehirn ohnmächtig zu werden. Ich bewahrte dennoch Ruhe, blickte ihm tief in die Augen, während mein Griff ihn noch immer unschädlich machte. Ich konnte ihn nicht los lassen und wenn es mich mein Leben kosten würde. Sybill hatte angeordnet ihr Zeit zu verschaffen und das tat ich.

    Doch dann dauerte es nur noch Sekunden, bis Lucius wieder zu Lucius wurde. Als er mich aus den bekannt eisigen Augen heraus ansah, nahm ich meine Hand vom Kinn und lockerte den Druck an seiner Brust. Für den Fall, dass er schwach auf den Beinen war, hielt ich ihn lieber noch kurz.

    'Dummerchen. Wie könnte ich nicht dein Blutsbruder sein wollen?' Du bist doch nicht etwa gerührt? Aber doch, das war er, seine Augen glitzerten noch immer verdächtig.

    Ein kleines, ein wenig schüchternes Lächeln zog sich über meine Lippen. ,,Geht es dir gut?" Ich war unglaublich froh, dass ihn der Parasit verlassen hatte, aber ich war mir nicht sicher, ob es gut gewesen war, dass Lucius das erfahren hatte. Würde er herausfinden, dass ich auf Dumbledores Seite stand...



    Ich hob den Blick und besah mir unsere Mitstreiterin. Mit dem schwarzen und weißen Auge, sah sie unfassbar unheimlich aus. Sie legte all ihre Hingabe in diese Art von Magie und das um Lucius zu retten. Sie müsse das nicht tun und dennoch tat sie es - ich war ihr unendlich dankbar.

    Sie vernichtete die Stimme noch endgültig, ein grausamer, abschreckender Akt. Diese Stimme, die scheinbar von überall kam so leidend Schreien zu hören, war auch nicht das, was man täglich zu Ihren bekommen wollte.

    Nachdem eine Träne ihr Auge verließ und sie uns mitteilte, dass sie froh war uns zu sehen, ging ich zu, verlor sie das Bewusstsein.

    Ich warf Lucius einen vielsagenden Blick zu - ,,Kümmer du dich um Fletcher, ich kümmere mich um sie." sagte ich ruhig, während ich auf den regungslosen Körper zuging. Ich überprüfte Puls und Atmung. Nicht aufgeben Sybill. Bitte.

    Er war mit seinem Wirt nicht zufrieden, drohte sich meinen zueigen zu machen. Viel hätte er davon nicht, ich wäre leichter aufzuhalten, denn zwar war ich körperlich stärker, magisch jedoch nicht. So sehr er sich auch wehrte, ich hielt ihn an die Wand gedrückt und er hatte keine Chance zu entkommen. Ich war ihm körperlich nach all den Jahren noch immer überlegen.


    Trelawney sprach und lachte plötzlich aus mehreren Stimmen - was hatte ihren Körper vereinnahmt? Ich wusste es nicht, aber es war doch etwas beängstigend. Immerhin schien sie jedoch noch auf meiner Seite zu stehen, denn anscheinend hatte sie einen Weg gefunden um Lucius von seinem Parasiten zu befreien. Ich sollte ihn solange im Zaum halten. Ich nickte verstehen, ich gebe mein Bestes.


    Als Lucius Hände in meine Seite krallten, verzog ich meine Miene kein bisschen. Nicht auszudenken, wie schmerzhaft es gewesen wäre, wäre es noch so wie es gewesen war, bevor er mich mit seinem Eis geheilt hatte.

    Und dann erfuhr ich durch diese Stimme, was Lucius all die Jahre von mir fern gehalten hatte... es ging um einen Trank, den wir gebraut hatten und an ihm ausprobiert. Noch immer sein Kinn festhaltend schüttelte ich den Kopf, ,,Ich habe dich nicht im Stich gelassen, das hätte ich nie. Du warst mein großer Bruder." kurz senkte ich den Kopf bevor ich wieder in die unnatürlich blauen Augen sah. Das einzige, womit ich Trelawney nun Zeit verschaffen konnte, war Ehrlichkeit. ,,Ich habe dein Gedächtnis verändert..." ich sah kurz zu Trelawney, sag ihm, dass es stimmt, wenn er es nicht glaubt! ,,Ich hatte ein Gegenmittel, aber das hat nicht so gegriffen wie es sollte. Also habe ich es mit einem anderen versucht, durch die der Trank durch... fremdes Blut... abgeführt wird. Du hast ein kaum sichtbare Narbe an deinem kleinen Finger, ich habe deine Ader angeritzt, durch diesen kleinen Schnitt wurde alles abtransportiert. Ich war die ganze Zeit bei dir..." hätte ich einen Lehrer geholt, wären wir beide hochkant von der Schule geflogen. ,,Du hast dir immer mehr aus deinem reinen Blut gemacht und ich hatte angst, dass du nie mehr etwas mit mir zu tun haben willst, wenn du erfährst, dass in dem Trank drei Tropfen von meinem Blut waren... auch wenn sie wieder mit raus gekommen sind." aber so war es eben auch kaputt gegangen.

    Trelawney traute also niemandem von uns einen Verrat zu und unterstrich uns auch nicht verraten zu haben. Ich nahm das so hin, jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt für solche Fragen. Vor Allem, da ich ja auch wusste, wer von uns log. Es ging um meine Doppelrolle...

    Lucius Blick fing mich ein, während sich Trelawney auf das Grab zu bewegte. Ich schüttelte den Kopf, lass jetzt nichts an dich ran. Doch dafür war es schon zu spät. Innerhalb von Sekunden ereigneten sich mehrere Dinge, die mich verwirrt und als gefühlten Einzelkämpfer zurückließen.

    Trelawney entriss der Leiche das Herz, machte es sich zu eigen, was auch immer sie damit wollte. Doch ich hatte keine Zeit darüber nachzudenken, denn Lucius` Körper wurde von dieser hier drin herrschenden Magie vereinnahmt. Eine fremde Seele drang in ihn ein und nahm ihn Beschlag, griffen uns an.

    'Derjenige von euch, der rein ist, wird als erstes fallen.'

    Ich beobachtete Lucius, der seine Arme vom Kopf sinken ließ und uns aus blau leuchtenden Augen heraus ansah. Verdammt.

    Während verschmutztes Eis auf uns zukam, zog ich hohe Mauern um Flechters Käfig um zu gewährleisten, dass er weder flüchten konnte, noch versehrt wurde.


    ,,Kein Feuer!" wehe du tust ihm weh.

    Trelawney kümmerte sich offenbar darum Lucius dabei zu helfen seine Magie wieder zurückzugeben. Darin war sie eindeutig brauchbarer als ich.

    Ich würde mich also seinem Körper widmen. Ich Schritt auf ihn zu, wehrte sein Eis nur in andere Richtungen ab, denn auch ich wollte ihm nicht weh tun. Während ich dem Eis am Boden auswich ging ich weiter auf ihn zu. Seinen Gehstock rollte ich zu Sybill ,,Schau, dass er bei dir bleibt. Aber nicht anfassen."

    Als er sein Eis nach links und rechts im Raum verteilte, nutzte ich die Gelegenheit an seine Körpermitte zu gelangen. Ich drückte ihn gegen die kalten Mauern. Wie gefährlich mein Vorhaben war, wusste ich zwar, aber das war mir den Moment egal. Würde ich Schaden nehmen, wäre es nicht so schlimm, Lucius war der bessere Duellant und Trelawney hatten die besseren Fähigkeiten, ich wäre also der kleinste Verlust.

    Ich packte ihn am Kinn und fing den Blick der leuchtenden Augen ein, ,,Du weißt wer du bist, Lucius! Lass dich nicht so vereinnahmen!" Zum ersten Mal nach all den Jahren stand ehrliche Sorge in meinem Blick, ,,Komm schon, halte ihn fern von dir, du bist stark genug!"

    Aus dem Augenwinkel beobachtete ich Trelawney in der Hoffnung, dass sie es weiter abstoßen konnte.

    Sybill faszinierte mich, wie sie die Magie anderer einfach verwenden konnte ohne... dass etwas kaputt ging. Durch ihr... Lucius' Eis und mein Werk, war es Fletcher unmöglich sich zu bewegen oder auch nur zu wehren. Trotzdem blieb ich bei ihm, man wusste nie, wie mächtig ein Zauberer war - wir konnten es nicht gebrauchen, dass er sich befreite und floh. Meine beiden Gefährten wurden unterdessen von Inferi angegriffen, aber da mussten sie gemeinsam durch. Ich traute ihnen das auch zu - zumindest sah es im Moment danach aus. Im Notfall konnte ich immer noch reagieren, aber eigentlich traute ich ihnen das zu.


    Sybill überzeugte mich kurz darauf auch davon, sie zauberte nicht... oder doch? Ich wusste es nicht wirklich, sie erstach den Inferi, der auf sie zusprang mit einem Dolch. Irgendetwas magisches musste er jedoch an sich haben, denn er hatte geleuchtet bevor sie das Wesen durchbohrt hatte. Ich beobachtete die Beiden weiter, während ich meinem persönlichen Gegner meinen Zauberstab fast durch den Hals bohrte.

    Lucius kümmerte sich um die restlichen Inferi und diesmal huschte mir ein zufriedenes Schumunzeln über das Gesicht. Wir waren unschlagbar.

    Irgendetwas jedoch hatte Trelawney erwischt, sie sah nicht gut aus. Ihr Gesicht war völlig blutverschmiert und sie stützte sich an einer Säule ab, da ihr offenbar die Kraft ausgegangen war.

    Kurzfristig war ich dann von einer Stimme abgelenkt, die die ganze Halle erfüllte. Jemand spielte ein falsches spiel. Ja ich, verdammt. Aber diesen Gedanken traute ich mich nicht einmal denken. Ich hatte keine Ahnung, wie diese uralte Magie funktionierte und ich wusste nicht, was sie noch alles herausfinden konnte und vor allem wie sie es herausfand.

    Wie beim Lord, verschloss ich meine Gedanken hinter dicken Mauern und mein Gesicht bleib neutral wie immer. Ich hatte das Gefühl, dass auch Trelawney mich irgendwie musterte... sie hatte auch mehr Ahnung von allem, als sie sollte... aber sie war gerade anderweitig beschäftigt. Ich wusste nicht was sie zu diesem Grab führte, aber sie befand sich auf dem Weg dort hin, hatte nur kurz innegehalten, als sie der Stimme geantwortet hatte.

    Mein Blick ging von ihr zu Lucius - alles okey? Auch er war gefährlich für mich. Zwar hatten wir Jahre keinen Kontakt gehabt, das änderte jedoch nichts daran, dass er mich verdammt gut kannte und meine Maske noch am ehesten durchschauen konnte.

    Wenn es heute ungünstig lief, würde auch ich mein Leben in dieser Einöde lassen. Meinen Verrat am Lord würde ich bei diesen zwei treuen Seelen wohl nicht überleben. Oder aber, sie würden mich foltern bis ich um den Tod betteln würde. Ich machte mich auf alles gefasst...

    Ich erwiderte nichts mehr, wollte mich weder rechtfertigen, noch weiter über meinen Zustand diskutieren. Es war schon in Ordnung, ging schon wieder. Lucius hatte das in den Griff bekommen. Noch einmal warf ich ihm einen dankbaren Blick zu, diesmal aber ganz unbeabsichtigt.

    Wir stiegen hinab und unsere Kampfhaltung war blind kompatibel. Es war faszinierend, dass wir uns so ergänzten und gemeinsam alles im Überblick hatten. Ohne Absprachen waren wir in der Lage uns in alle Richtungen gegenseitig abzuschirmen und uns Rückendeckung zu geben.


    Lucius war im Begriff den Übeltäter unschädlich zu machen, doch seine Magie war noch nicht vollständig wieder aufgebaut und so brach sein Eis in sich zusammen und Mundungus entkam ihm - so dachte er zumindest. Während er sich seines Sieges durch den dunklen Rauch augenscheinlich sicher war, hatte er wohl nicht mit mir gerechnet - dem König der Dunkelheit. Ich überdeckte seinen Nebel mit dem meinen. Schwarz und undurchsichtig für alle Beteiligten.

    ,,Nicht angreifen." wies ich meine Begleiter an, auf Unfälle konnten wir verzichten, wir hatten genug Zeit durch mich verloren. Dunkle Fesseln schlangen sich um Mundungus Gelenke, ohne, dass er ausmachen konnte woher sie kam. Den Inferni sah ich auch, doch er war in dem Teil des Raumes, der zumindest von meinem Rauch verschont geblieben war. Trelawney hatte ihn im Griff, sobald sie wieder richtig sehen würde.

    Ich näherte mich unterdessen dem Mann, dessen gesamter Körper mittlerweile von den Seilen umspannt war. Er war Bewegungsunfähig, sein Zauberstab fiel zu Boden während ich ihm den meinen in die Kehle drückte.

    ,,Du hast nicht wirklich geglaubt, dass du uns entkommst?!" Zeitgleich stopfte ich ihm durch ein magisch auferlegtes Klebeband den Mund, damit er keine Informationen über mich preisgeben würde... er war Mitglied des Ordens, genau wie ich und letztere Information war sehr gefährlich in den Ohren meiner beiden Mitstreiter...

    Noch bevor ich meinen Nebel verschwinden ließ löschte ich diesen Teil seiner Erinnerung, er würde keinerlei Ahnung haben, wer ich war - mit dem Nebel ließ ich dann auch das Klebeband wieder verschwinden.

    Ich blickte zu Lucius und Sybill, macht mit ihm was ihr wollt.

    So eisern ich sonst war, seinem Blick, als er mich an sein Versprechen erinnerte, konnte ich nicht standhalten. Dieses Gefühl zerriss mich irgendwie. Einerseits war es schön das zu wissen, andererseits war es nicht mehr das was es früher gewesen war. Ich atmete tief durch - egal, es waren andere Zeiten. Zeiten, in denen ich nicht mehr an mich denken durfte. Ich saß zwischen den Stühlen und Lucius durfte das nicht heraus finden. Ich wollte nicht, dass er in Gefahr geriet und ich konnte es mir nicht leisten mein Leben auf diese Weise aufs Spiel zu setzen. Das Malfoy Oberhaupt war loyal und es gab keinen Grund mich vor dem Lord zu decken, wenn er es herausfand. So nickte ich nur, den Blick gen Boden gerichtet.

    Erst als er sich erhob, hob ich meinen Blick und nickte, ,,Alles gut." geht schon. Ich wurde draußen gebraucht, also kämpfte ich draußen. Aufgeben würde ich erst, wenn der letzte Bluttropfen aus meinem Körper floss.

    Noch etwas schwerfällig richtete ich auch ich mich auf. ,,Geht schon wieder." Du kennst mich, du weißt ich halte durch. Er sollte sich keine Gedanken mehr machen, er hatte genug für mich riskiert.


    Ich trat ebenfalls zu Trelawney und betrachtete das, was sich vor uns abspielte.

    ,,-Er- kann kämpfen!" antwortete ich stur. Du kannst auch mich fragen!

    Es war Zeit in den Kampf zu ziehen. Ich zog den Zauberstab aus meinem Ärmel und nickte Trelawney auf ihr Startsignal hin zu. Bereit.

    Nur meine Miene war eisern geblieben, bis auf ein leichtes Zusammenkneifen eines Auges, war in meinem Gesichts nicht von den Schmerzen zu erkennen, die ich hatte. Anders sah das mit all den restlichen Muskeln aus, die ich vollkommen krampfhaft angespannt hatte.

    Ich spürte seine Hand auf meiner Schulter. Wie so oft, als wir jünger gewesen waren... nur war ich damals zusammengezuckt. Aus Angst, angst vor allem, angst davor Schmerzen zu erleiden, wenn mich jemand anfasste. Diesmal war es ganz anders, es erschien mir fast ein wenig, als würde es die Schmerzen lindern.

    Es war etwas konstantes, etwas, woran ich mich festhalten konnte, zumindest bevor die beiden Magieströme völlig explodierten. Für einen Moment dachte ich, ich würde verbrennen... oder erfrieren... ich wusste es nicht. Und dann hörte es auf.

    Merlin... selten hatte ich mich so lebendig gefühlt. Ich hatte wohl vergessen was es hieß, solche Schmerzen zu haben. Und vergessen zu schätzen, was es hieß keine Schmerzen zu haben.

    Ich atmete tief durch, bis ich meinen Namen hörte. Fast mechanisch drehte ich den Kopf zu Lucius, der mittlerweile neben mir saß. Hast du schon mal versucht mich anzusprechen? ,,Danke." wirklich. Ich musterte ihn, ,,Alles gut?" du bist etwas blass um die Nase.


    Mein Blick wanderte zu der neuen in unseren Reihen. Auch sie wirkte gerade, als wäre sie in ihren Gedanken fernab der Situation. Es war an der Zeit, wir sollten gehen und uns weiter dem Plan widmen, aber erst musste ich mich vergewissern, dass es Lucius gut ging. Und auch, dass unsere neue keinen Ärger machte.

    der Name ist im Nachhinein änderbar, daher nimm vorerst einfach irgendeinen. ;)

    Hier ist es praktischer, weil wir die Beteiligten gleich miteinbeziehen können und darüber sprechen was du davon hältst.


    Zumal ich gerade nicht ins Land komme weil es überlastet ist.

    'Du bist wie ein Zaubertrank: An der Oberfläche still und unauffällig, doch darunter brodelt es von der Fülle gefährlicher Informationen.' Ich lächelte sanft, mehr brachte ich nicht heraus. Worum, konnte ich nicht mal sagen. Es wollte einfach nichts mehr aus mir heraus kommen. Es fühlte sich so vertraut und richtig an, dass mich jemand kannte und erkannte... ich hatte angst, dass ich es mit auch nur einem einzigen Wort zerstören könnte.


    Ich folgte allem, was Trelaweny und Lucius besprachen nur halb. Normal würde ich mir auch ein Bild von der Lage machen und meinen Senf dazu geben, diesmal aber, ging es nicht. Ich starrte das Zielobjekt an und konnte es nicht mal wirklich erkennen. Irgendwie blickte ich nur mitten durch... oder vielleicht verlor sich mein Blick auch schon vorher, ich war nicht sicher.

    Das einzige, was zu mir durchgedrungen war, war 'hartes Gefecht'... so könnt ihr mich nicht gebrauchen. Das war auch der Punkt an dem ich entschied, dass ich Hilfe brauchte, denn ansonsten würde alles wegen mir scheitern...


    Lucius ging sofort darauf ein, dass ich mit ihm sprechen wollte und das erfüllte mich mit tiefer Dankbarkeit. So weit kannte er mich eben doch um sofort zu erkennen, dass irgendetwas schief lief.

    Wir entfernten uns ein paar Meter und ganz aufrecht konnte ich mich nicht mehr halten, aber ich gab dennoch mein Bestes.

    'Du bist verletzt!?' mir blieb kaum etwas anderes übrig als zu nicken. Er zupfte mir sofort den Stoff vom Leib, der nass an mir klebte. Nicht einmal dagegen wehrte ich mich - völlig untypisch.

    Auch auf den Boden drücken ließ ich mich - nicht, dass ich eine Wahl gehabt hätte, aber wehren hätte ich mich auch nicht können. Ja, meine alte Narbe... ich nickte bestätigend.


    'Ganz ruhig. Alles wird gut.' - ich schmunzelte zumindest ein klein wenig, ,,Ich bin ruhig." kam es heiser von mir, du bist nervös. Vermutlich würde es mir andersherum nicht anders gehen. ,,Ich bin wie Unkraut, vergiss das nicht." versuchte ich ihn leise zu beruhigen, da ich spürte, dass er viel aufgeregter und ängstlicher war, als ich und das trotz seiner kühlen Hand auf meiner fiebrigen Stirn.

    Und dann tat er das genau Richtige indem er seine Hand knapp über die Wunde hielt und die Eismagie wirken ließ. Im ersten Moment wehrte sich die Verletzung vollkommen dagegen. Die Verbrennung erweiterte sich erst um einiges und warf dass gefährliche Blasen, die sofort wieder platzten und Platz für neue schafften. Es war wie ein Trip durch die Hölle und ich hatte hart damit zu kämpfen nicht das Bewusstsein zu verlieren. Mein atmen war kürzer geworden und mein Kreislauf ließ mich vollkommen im Stich. Jeder einzelne Muskel an meinem Körper verkrampfte, bis sich die Ausbreitung erst verlangsamte und die Wunde schließlich immer kleiner Wurde.

    Es war wie damals... ich sah Lucius blick und wusste wir dachten das selbe. Wir waren ihr gegenüber beide skeptisch, dich jeder von uns wusste damit umzugehen. Und wir hatten sie beide im Auge. Irgendetwas sagte mir, wenn sie uns schaden wollen würde, würden wir dich wieder zusammenhalten. Aber bis jetzt dato sollten ihr keine bösen Absichten unterstellt werden, dennoch musste sie sich beweisen und sich unser Vertrauen erarbeiten.


    'Ich bin wohl nicht der Einzige, der sich etwas gemerkt hat.' Ich schüttelte langsam und ohne ihn anzusehen den Kopf, obwohl ich wusste, er würde es nicht wirklich erkennen können. ,,Nein." erst jetzt wagte ich einen Seitenblick zu ihm hinüber, ,,Hast du etwas anderes erwartet?" Ich merke mir die Dinge, vor Allem, wenn mir jemand am Herzen lag... am Herzen gelegen war... Informationen über meine Mitmenschen sog ich auf wie ein Schwamm.

    Meine Dunkelheit hat sich weiter entwickelt? Soll das ein Kompliment sein? Wahrscheinlich. ,,Danke." Wahrscheinlich lag es daran, dass es auch in mir immer dunkler wurde.


    Doch der Moment, in dem wir beinahe normal miteinander sprachen endete so abrupt wie er begonnen hatte. Ich hatte ihn von mir geschoben und er war gegangen. Obwohl wir so lange nichts mehr miteinander zu tun gehabt hatten, kannte ich ihn gut genug um zu wissen, dass es ihn getroffen hatte und es fühlte sich furchtbar an.

    Einige Minute verstrichen noch, bis ich mich dazu aufraffen konnte Nachhause zu apparieren - der Weg hinauf ins Schloss war mir zu weit. In Windeseile riss ich mir die Klamotten vom Leib und betrachtete das... Ding. Tatsächlich, wie ich vermutet hatte, hatten sich entlang der Narbe tiefe Brandwunden gebildet, die sich unaufhörlich auszubreiten schienen.

    Ich suchte mir alles erdenkliche zusammen und versuchte es zu verhindern, doch vergeblich. Nach minutenlangem probieren entschloss ich mir heute Abend die Zeit dafür zu nehmen und erst dem Auftrag weiter nach zu gehen.

    Ich warf mir also ein neues Hemd über - diesmal schwarz, damit es niemandem auffiel und meinen Umhang, den Gehrock befand ich im Moment für überflüssig.

    Mit Kapuze tief im Gesicht apparierte ich zu besagtem Ort, an dem ich es auch beinahe schon bereute mich unverrichteter Dinge zurückbegeben zu haben.

    Langsam und aufrecht gesellte ich mich zu den beiden und versuchte ihrer Unterhaltung zu folgen.

    Lucius erkundete das Gebiet und erzählte noch etwas von Schätzen. Und Trelawney legte ihr Wissen über mit Schätzen begraben Könige offen. Unter meiner tief ins Gesicht gezogenen Kapuze spürte ich, wie mir langsam der kalte Schweiß über die Haut rann, während ich vor Schmerzen kaum noch recht tief Luft holen konnte... als mir mehrere Sachen bewusst wurden. Die erste war für mein Ego ziemlich erniedrigend: ich brauchte Hilfe. Die zweite war etwas angenehmer und dennoch fast genau so unangenehm: Hilfe könnte direkt neben mir stehen. Feuer - Eis. Lucius Eis wäre vermutlich in der Lage den Bann zu brechen und dann könnten wir ganz normal weiter machen. Nach diesen Erkenntnissen wurden die nächsten Minuten ein harter Kampf - körperlich wie gedanklich. Schließlich aber, zwang ich mich den Blick leicht zu heben, ,,Können wir kurz unter vier Augen sprechen?" Ich war mir ausnahmsweise sicher, dass es mir anzusehen war, dass ein Punkt erreicht war, an dem ich nicht mehr konnte und das Lucius das sofort erkennen würde. Mein Blick ging zur Wahrsagerin, die, wenn sie gut war, sowieso schon wusste, dass ich in meinem Zustand für das Kommende unbrauchbar wäre... ,,Bitte." Bitte gib uns zwei Minuten. Es war mir peinlich genug, dass mich einer schwach sah, deshalb versuchte ich wenigstens die Wahrsagerin rauszuhalten.

    Ich wollte nichts erklären oder in die lange ziehen, das einzige was ich tat war, meine verschränken Arme voneinander zu trennen und meine Hand, die den vollgesogenen Stoff bedeckt hatte Lucius offen zu legen. Die Film aus Blut und Wundflüssigkeit auf meiner Handinnenfläche zeugte davon, dass es sich eher nicht um ein kleines Problemchen handelte.

    Die Lovegood musste einsehen, dass ihre Kommentare unangebracht waren und so hielt sie auch schließlich den Mund. Auf die Frage hin, erwiderte sie nurmehr ein nicken, mehr traute sie sich offenbar nicht mehr, was auch besser so war, bevor ich sie noch meines Büros verweisen würde.

    Gut, dass was er dann ansprach, gab seiner Geschichte eine kleine Wende... er wusste nicht, ob er von Todessern abstammte. Allerdings stellte ich mir die Frage, ob ein Junge wirklich weggegeben worden wäre. Die Todesser konnten immer Nachwuchs gebrauchen, gerade männlicher war da sehr geschätzt. Möglich war natürlich auch, dass die Eltern - falls es Todesser waren - ihren Sohn vor diesem Weg beschützen wollten. Kurz war ich versucht, etwas zu sagen. Doch Lucius war schneller als ich und so blieb ich weiterhin nur stiller Beobachter. Er schnitt das Thema recht schnell ab und das war wohl auch das Beste, sollte sich bei Nachforschungen wirklich herausstellen, dass er Sohn einer Todesserfamilie war, war er für den Lord auch nur mehr gefundenes Fressen.


    Bei seinem nächsten Satz, war ich dann wirklich froh, dass er nicht in meinem Haus war. Jemanden, der von vornherein schon mehr oder weniger davon ausging, dass er sich nicht integrieren konnte, konnte ich nicht brauchen. Ich hatte genug von solchen Problemkindern im Haus. Danke Lucius. Ich musste mich beherrschen, nicht die Augen zu verdrehen. Nicht auszumalen, was aus mir heraus gekommen wäre, hätte man eine Antwort von mir verlangt.


    So war es auch gut, dass Lucius diese Diskussion führte, ich hatte dem nichts hinzuzufügen. Vielleicht auch, weil ich ganz anders dachte. Für mich als Kind, wäre es vielleicht das einzig richtige gewesen, in ein Kinderheim zu kommen - raus aus der Familie. Zudem musste ich gestehen, hätte ich dann im Nachhinein wohl auch wissen wollen, wer meine Eltern waren, aber das nur aus emotionaler Sicht. Rational gesehen, hatte Lucius natürlich recht und so bekräftigte ich seine Erläuterung mit einem Nicken. Zudem würde ich ihm nie gegen das reden, was er sagte, genau wie er es andersherum nicht tun würde. Waren wir verschiedener Meinungen konnten wir das im Nachhinein erneut aufgreifen, nicht aber, vor Publikum.


    Mein bester Freund gab das Wort samt Entschuldigung an mich zurück, wenn ich mir dieses Deckblatt jetzt so besah, musste ich mich doch fragen, wieso ich den Kram meines Kollegen erledigte. ,,Von meiner Seite gibt es nichts mehr, wenn Sie keine weiteren Fragen haben, können Sie gehen." ließ ich die Beiden wissen, denn ich hatte soeben beschlossen, dass Flitwick sich selbst darum kümmern sollte.


    [verlassen]

    'Gute Arbeit' - Schleimer. Wie und wo genau Trelawney das alles, diese sonderbare Magie erlernt hatte, wollte sie nicht preisgeben. Hätte ich auch nicht, man musste schließlich vermeiden, dass man ersetzbar war und in ihrem Fall war man das eindeutig. Ich kannte sonst niemanden, der diese Magie beherrschte. Ob Lucius ein weiteres Exemplar einer solchen Hexe kannte, wusste ich nicht.

    Aber das, was sie da in Rätseln als Erklärung äußerte, verfolgte ich auch nicht recht lange, denn ich wusste, dass es mehr leere Worte als eine brauchbare Antwort war.


    Die Flammen schlichen sich nach und nach über den gesamten Boden der Kirche. Zunehmed schlugen sie höher und höher bis sie beinahe die Decke erreichten. Für jemand anderen kaum sichtbar durch den dichten Rauch. Nur mir war es erlaubt ihn zu durchschauen. Wenn ich hier stehen bleiben würde - würde ich zuerst brennen oder ersticken? Und was war wohl schlimmer? Die Schmerzen des Verbrennens oder das gnadenlose Ersticken...

    'Severus?' Schrei nicht so, du stehst neben mir... Aber auch ihm war es nicht erlaubt den schwarzen Nebel zu durchblicken, wie also, sollte er mich sehen? ,,Du kennst meinen Vornamen noch." kam es gehässig über meine Lippen. Die letzten Jahre hatte er gerade so ein 'Snape' rausbekommen und mich damit so genannt, wie all die anderen denen ich ebenfalls egal war auch. Ein Wunder, dass ich ihn selbst noch nicht vergessen habe...

    Noch immer lehnte ich an der Mauer und betrachtete das Spektakel. ,,Wärst du jemand anderes, würde ich bedauern, dass du es nicht sehen kannst... aber ich weiß, es würde dir auch nicht gefallen. Also sei froh, dass du es nicht siehst!" ich wollte hier nicht raus, hatte angst, er würde mich erneut nach meinem Zustand fragen und ich könnte es nicht mehr verbergen. ,,Wir treffen uns an besagtem Grab wieder. Ich muss etwas aus dem Schloss holen." nur kurz irgendwas drauf schmieren, dann hört es schon auf.

    Lucius und ich kämpften wie früher. Zusammen waren wir ein unschlagbares Team und trotz der Differenzen, die wir heute hatten, waren wir das immer noch. Und heute wusste ich auch, ich wäre ohne ihn verloren gewesen. Ich hatte weder die Kraft, noch die nötige Konzentration um mich auf alles konzentrieren zu können. Allein sein Rückhalt war es, der mir das Leben rettete - schon wieder.

    Und dann war es vorbei. Für den Bruchteil eines Moments fühlte es sich an, als hätte sich nie etwas verändert. 'Wir haben's geschafft, Partner!' - ja, das haben wir. Ich schenkte ihm ein warmes Lächeln. Wir haben immer alles geschafft. Und wir funktionierten immernoch. Es war... ein schönes Gefühl - trotz allem.


    Während ich die Wahrsagerin bei ihrer Tat beobachtete, ihr zuhörte, was sie beinahe sang, ließ sich Lucius neben mir nieder. Sie sprach Beschwörungen, während der Priester langsam ausblutete - ich konnte mir einen schöneren Tod vorstellen.

    'Ist alles in Ordnung?' - "Seit wann interessiert dich das?" - wäre eigentlich meine erste Antwort gewesen. Aber mir war gerade nicht nach einer Diskussion dieser Art. Noch dazu, musste ich ihm zugute halten, dass diese Frage seinem Ton nach zu urteilen wohl ernst gemeint war. Mein unbändiger Stolz ließ dennoch keine ehrliche Antwort zu und so nickte ich lediglich langsam, ohne ihn anzusehen, denn ins Gesicht lügen konnte ich ihm nach all den verlorenen Jahren noch immer nicht. Nachdem wir das Feuer bekämpft hatten, hatte sich der Schmerz auch gewandelt, es schien mir, als wolle der Fluch mich für dessen endgültige Vernichtung bestrafen und würde mir nun die Haut weg brennen. Und trotz, dass ich das Gefühl hatte, es wäre schon feucht an der Seite meiner Robe, behielt ich es für mich. Zuhause dann. Es schritt ja langsam voran, so viel Zeit hatte ich schon noch, noch dazu würde es mit Verlassen des Gebäudes ohnehin aufhören.


    Da verkündete unsere Begleiterin plötzlich den genauen Standort des gesuchten Mannes. Faszinierend. Ich hatte keine Ahnung, wie sie das heraus bekommen hatte.

    'Wir müssen die Beweise vernichten.' Ich nickte, ihr zustimmend. ,,Ich mach schon." Wo das Feuer einmal angefangen hatte zu wüten, war es wohl am Besten ihm auch den Rest zu überlassen. ,,Geht schon mal." sagte ich zu beiden. Du sowieso - du hasst Feuer.

    Ich geleitete die Beiden in Richtung des Ausgangs, blieb ein paar Meter vor der Türe jedoch stehen. Mit einem Wink meines Ebenholzstabes ließ ich das überdimensionale Tuch zu Rauch werden. Dichtem, schwarzen Rauch, der sich unter der Decke verteilte und den Raum bis zur halben Höhe einnahm. Auf die angekokelten Holzbänke richtete ich einen "Bambarda" nach dem anderen - Holzspäne brannte leichter und schneller. ,,Incendio" - nurmehr ein Geflüster.

    Und dann stand ich da und betrachtete mein Werk. Sah zu, wie die Flammen immer höher in die Luft stiegen und immer weiter um sich griffen. Wie sich der echte Rauch mit dem meinen vermischte. Man würden Stunden, vielleicht Tagelang nichts hier drinnen sehen. Und wenn man nichts sehen konnte, konnte man auch kein Feuer löschen und brannte es erstmal eine gewisse Zeit, konnte man die Brandursache sowieso fast nicht mehr herausfinden. Es würde als tragischer Unfall abgestempelt werden.

    Es war ein faszinierendes Spiel aus Feuer und Dunkelheit - so gegensätzliche Kräfte in einem so schönen Zusammenspiel - es fesselte meine Aufmerksamkeit. Ob die anderen schon längst über alle Berge waren, interessierte mich im Moment nicht. Meine Konzentration galt nur diesem Wunder, dass ich mittlerweile an der Wand lehnend beobachtete.

    Nur mit einem Ohr hörte ich die Worte des Pfarrers, zu vernebelt waren meine Gedanken von diesen Schmerzen. Auch die feuerrot glühenden Kreuze erschienen mir eher surreal. Wieder und wieder spielte sich die Szene der schicksalhaften Nacht vor meinem geistigen Auge ab.

    Bis mich die Stimme meines damaligen Retters und das bekannte Eis aus meinen Gedanken rissen. Erst jetzt realisierte ich bewusst, was um mich herum geschah. Die ganze Kirche stand in Flammen... und Lucius auch gleich. Ich raffte mich auch, riss mich zusammen und hob beide Arme, im rechten den Zauberstab. Einen zügig auf ihn zuschnellenden Feuerball stoppte ich durch eine dicke, schwarze Mauer, die binnen Sekunden aus dem Boden wuchs. Du hättest es sicher auch ohne mich gekonnt, aber du warst gerade wo anders beschäftigt... rechtfertigte ich mein Handeln gedanklich in der Erwartung gleich an den Kopf geworfen zu bekommen, er hätte meine Hilfe nicht gebraucht.

    Aber um mich mit ihm darüber zu unterhalten, fehlte mir die Zeit. Ich schloss kurz die Augen um mich noch einmal zu sammeln, bevor ich die Hände gen Decke richtete. Hoch oben formte sich etwas in der Art einer schwarzen, dicken Decke, die sich - in der Größe der Kirche - langsam zu Boden senkte. Dort angekommen, erstickte sie in nur wenigen Augenblicken das gesamte Feuer. Auch die Eisskulpturen, die nun nurmehr verbrannte Leichen waren, wurden von dem schwarzen Tuch bedeckt.

    Meine letzte magische Aktion, bevor ich meine Arme senkte, war ein schwarzer Nebel, der sich an die Mauern und auf den Boden legte. Er war extrem feucht und sauerstoffarm, würde es nicht zulassen, dass neues Feuer entfachen könnte.

    Kurz blickte ich zu ihm, zum einen, um mich zu versichern, dass er okey war, zum anderen, um ihn anzusehen, während ein leises, pfeifendes ,,Danke." aus meinem Mund kam.

    In der Hoffnung, dass er die zarten Schweißperlen auf meiner Stirn nicht gesehen hatte, wandte ich mein Gesicht ab und ging ein paar Schritte weiter in dieses übergroße Gebäude. Lass dir nichts anmerken Snape.

    Mein Blick wanderte nach vorne - unscharf nahm ich ein paar Bewegungen und eine große Menge Blut wahr. Trelawney schien dort vorne alles unter Kontrolle zu haben. Warum sie ihr gegenüber aufschlitzte und keinen edleren Weg wählte, der weniger Dreck machte, wusste ich noch nicht, aber ich war mir sicher, ihre Absicht würde mir irgendwann in den nächsten Minuten klar werden. Jetzt brauchte ich ersteinmal eine Pause.

    Langsam und etwas steif ließ ich mich auf einer der Bänke nieder und beobachtete weiter das, was am Altar geschah. Die Kirche stand auf der Seite des Pfarrers und langsam wurde mir klar, warum meine Narbe so verdammte Probleme machte: die Magie hier drin, sollte Sünder bestrafen. Und da meine Verletzung auch noch eines kirchlichen Gebäudes entstammte, traf es mich wohl besonders hart. Mir blieb nur zu hoffen, dass es nicht so aussah, wie es sich anfühlte, denn dann hätte ich wohl ein Problem. Verdammte magische Verletzungen!

    Ihr Gespräch über Menschen, die man Schützen wollte, überhörte ich. Genau so, wie ich Lucius` Seitenblick übersah. Wollte er mich jetzt vor ihr bloßstellen? Damit sie auch noch wusste, dass ich niemanden hatte? Sie wollte es später weiter ausführen, na wunderbar. Macht was ihr wollt.


    Vor mir tobten sich der Eiskönig und der Teufel aus. Eigentlich war ich hier überflüssig. Lucius übernahm das ausschalten der Muggel und der Teufel kümmerte sich um den Zauberer auf dem Altar, der sich mit allen Kräften wehrte. Ich hob meine Hand und aus dem Boden wuchsen dicke schwarze Wurzeln, die sich um die Beine des Pfarrers schlangen und sich bis hinauf zu den Armen fraßen. Über seine Fingerspitzen hinaus zerbrach ihre rohe Gewalt seinen Zauberstab. Du bist jetzt dem Teufel ausgesetzt! Wer genau dieser Pfarrer war wusste ich nicht und ich wollte es auch gar nicht wissen.


    Während hier drin die Magie tobte, tobte offenbar noch eine ganz andere Kraft... zum ersten Mal seit Jahren suchten mich die Schmerzen dieser Narbe an meiner Seite heim. Ob es in diesen kirchlichen Häusern irgendeine Magie gab, die jeden der Sünde tat bestrafen wollte, oder ob es doch mehr meine Psyche war, die mir diesen Streich spielte, konnte ich nicht einordnen. Was ich jedoch wusste war, dass die Schmerzen ein Höllenritt waren. Es fühlte sich beinahe an, als wäre die Verletzung frisch. Als hätte man mich gerade erst fast-halbiert. Nur meiner Selbstbeherrschung war es zu verdanken, dass mir bis auf ein leichtes Zittern meiner Finger, die ich in die Tasche steckte, und weniger Gesichtsfarbe nichts anzumerken war. Mit verschränkten Armen lehnte ich mich an die kalte Steinmauer und beobachtete, wie der letzte Muggel ausgelöscht wurde.

    Ich bin mir zu gut? So nennst du das? Erst da wurde mir wirklich bewusst, wie wenig er mich kannte. Denn würde er mir kennen, wüsste er, wie wahnsinnig schwer es mir fiel auf andere zuzugehen, weil mich die Angst begleitete, irgendjemand könnte sehen, wie es in mir drin aussah. Seine Worte brannten sich so tief in meine Seele, dass ich nicht ein mal mehr die Lust verspürte, mich dagegen zu wehren. Genau so sah es mit einer Antwort auf seine Frage aus, ,,Nichts. Passt schon." war das Einzige, was er darauf noch zu hören bekam - falls er es überhaupt gehört hatte, so leise waren die Worte ausgesprochen.


    Politische Macht wollte die Neue - da hast du mit dem Blondschopf ja genau den Richtigen an deiner Seite. Aber offenbar war das nur zweitrangig Wichtig, wie mir bei ihren weiteren Worten klar wurde. Sie wollte irgendwem schützen - mach nur. Am Ende wird wahrscheinlich nur 1/3 von uns überleben und vermutlich jemand von euch, also macht euch lieber Gedanken um eure Lieben. Für mich fiel das weg. Erstens hatte ich niemanden, den ich zu beschützen vermochte und zweitens, würde ich sowieso nicht überleben. Früher oder später würde meine Rolle auffliegen und dann würde der Lord jemanden schicken, der mein Leben auslöscht. Sofern er nicht selbst noch die Ehre haben wollte es besonders langwierig zu gestalten.


    Und dann standen wir da vor dieser Kirche und ich wusste, hunderte von Menschen, die gerade noch fröhlich waren, würden nicht mehr als ein paar Minuten noch zu leben haben. Das hasste ich am meisten an meinem Todesserdasein. Ganz im Gegensatz zu anderen, hatte ich keinen Spaß dabei unschuldige Menschen zu ermorden. Was ist, wenn er nicht da drin ist?

    Lucius' Seitenblick nahm ich durchaus wahr, glotz nicht so!


    Als Trelawney die Türen sprengte und eintrat, ließ ich Malfoy den Vortritt. Ich hasste Kirchen! Das letzte Mal als ich eine betreten hatte, hatte ich tagelang um mein Leben kämpfen müssen. Und ausgerechnet wegen dir habe ich überlebt.

    Nachdem wir alle Fuß in die Kirche gesetzt hatten, wuchsen hinter mir dicke Ranken aus dem Boden, die die Türe unpassierbar machten - nicht, dass uns einer von euch entkommt und petzen geht.

    Ich funkelte ihn böse an, das geht zu weit! ,,Das ist ewig her!" fauchte ich ihn an, während meine Augen bösartig funkelten, ,,Ganz abgesehen davon, waren wir damals ein Team! Heute ist sich der aristokratische Reinblüter ja zu gut um sich mit Halbblütern abzugeben!" Ich hätte es wissen müssen! ,,Ausnutzen nennst du das, ja?!" Du kannst mich mal! ,,Meine Freundschaft war wenigstens..." ehrlich... aber vergiss es einfach!


    Erst bei meiner Rückkehr gab er nach einem einmalig gehässigen Kommentar endlich Ruhe. Mir war die Lust vergangen noch zu diskutieren... es führte doch sowieso nirgends hin. Einst waren wir befreundet gewesen und das war nun nicht mehr so... damit galt es zu leben.

    'Räumen wir die Kirche'... das war eine Ansage. Aber wer sagt eigentlich, dass du Neue jetzt entscheidest, was wir tun? Egal... nicht noch so eine sinnlose Diskussion.

    ,,Nach Ihnen." ließ ich ihr mit einer einladenden Handbewegung den Vortritt. Wenn sie schon die Führung übernahm, sollte sie das auch in vollem Umfang tun. Lucius sah ich nur kurz an... und nach Euch... Hoheit...

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